GÖSCHENEN/ANDERMATT: Nach Zugentgleisung: Schöllenenstrecke bis Dienstag gesperrt

Auf der Bahnstrecke durch die Schöllenen ist eine Rangierlokomotive entgleist. Der Streckenunterbruch dauert voraussichtlich bis Dienstag an.

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Das Dach ist weg: Die Unfalllok zeigt Spuren eines heftigen Aufpralls. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Das Dach ist weg: Die Unfalllok zeigt Spuren eines heftigen Aufpralls. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Die Rangierlokomotive mit vier Bahnwagen war am Donnerstagmorgen, gegen 8 Uhr, kurz nach dem Urner Touristenort Andermatt auf der Talfahrt in der Schöllenenschlucht entgleist. Gemäss Jan Bärwalde, Sprecher der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB), waren die vier Personenwagen leer. Verletzt worden sei niemand.

In der steilen Galerie am Bäzberg sprang die Rangierlok aus noch unbekannten Gründen aus den Schienen. Laut Bärwalde entstand Sachschaden. Wo die Schäden entstanden und wie hoch sie sind, konnte er noch nicht sagen. Auch der Grund für die Entgleisung sei noch unklar.

Am Ort des Unfalls zeigt sich die Wucht der Entgleisung: Das Dach der Rangierlok ist weggerissen, das Innenleben der Führerkabine völlig durcheinander geraten.

Weshalb es zur Entgleisung kam, ist unklar. Der Vorfall wird untersucht. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) und die Kantonspolizei Uri leiteten Ermittlungen ein.

Abtransort kann den ganzen Tag dauern

Nun sei man daran, die Unfallstelle so schnell wie möglich zu räumen, sagt Bärwalde. Bevor die Strecke wieder freigegeben werden kann, muss die Lokomotive auf die Schienen gehievt werden. Es ist nicht absehbar, wie lange diese Arbeiten dauern.

Die Bahnstrecke zwischen Andermatt und Göschenen durch die Schöllenenschlucht bleibt bis voraussichtlich Dienstag, 6. September, um 6 Uhr zu. Für die Passagiere stehen Bahnersatzbusse im Einsatz, der Transport von Velos ist eingeschränkt.

Zwischen Zermatt und Disentis verkehren die Züge der Matterhorn Gotthard Bahn fahrplanmässig.

cv/zim/sda

Fachleute begutachten die Unfallstelle. Für sie ist ein provisorischer Steg erstellt worden. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Fachleute begutachten die Unfallstelle. Für sie ist ein provisorischer Steg erstellt worden. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)