Wird das marode Altersheim Espel in Gossau umgenutzt statt abgerissen?

Diesen Herbst zügeln die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheimes Espel ins Provisorium «Schwalbe plus». Abreissen oder umnutzen? Diese Frage stellt sich nun für das leer stehende Haus. Der Gossauer Stadtrat will erst nächstes Frühjahr einen Entscheid fällen.

Melissa Müller
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Die Seniorinnen und Senioren ziehen diesen Herbst aus dem Espel aus.

Die Seniorinnen und Senioren ziehen diesen Herbst aus dem Espel aus.

Ralph Ribi (3. Februar 2020)

CVP-Stadtparlamentarier Elmar Hardegger will wissen, wie es mit dem Espel weitergeht. In einer Einfachen Anfrage fragte er den Stadtrat, was er mit dem leer stehenden Gebäude vorhabe. Man habe das Hochbauamt mit der Klärung einer allfälligen Nachnutzung oder eines allfälligen Abbruches beauftragt, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort.

Ein Abbruch und Wiederaufbau ist in der Landwirtschaftszone unzulässig

«Ist eine andere Nutzung aus baurechtlichen Überlegungen überhaupt möglich?», fragt Hardegger. Da die Liegenschaft in der Landwirtschaftszone liegt, wurde diese Frage dem kantonalen Amt für Raumentwicklung und Geoinformation unterbreitet. Laut diesem ist eine Nutzungsänderung denkbar, «wenn keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf Raum und Umwelt entstehen». Erweiterungen sowie ein Abbruch und Wiederaufbau seien unzulässig.

Eine Umnutzung würde jedoch zwingend einen Umbau erfordern. Beim Personalhaus sei weiterhin eine Wohnnutzung denkbar, schreibt der Stadtrat. Er werde Anfang 2021 einen Entscheid fällen, wenn keine Pensionäre mehr im Altersheim wohnen.