Jahreswechsel

Pandemie-Silvester: Die Welt begrüsst 2021 unter Corona-Bedingungen

Kaum Feuerwerk, kaum Partys: Die Silvesterfeierlichkeiten rund um den Globus sind wegen der Coronavirus-Pandemie diesmal ganz anders.

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In einem normalen Jahr würden fast überall auf der Welt Feuerwerke gezündet. Im Coronajahr wird Silvester jedoch nur an wenigen Orten bunt.

In einem normalen Jahr würden fast überall auf der Welt Feuerwerke gezündet. Im Coronajahr wird Silvester jedoch nur an wenigen Orten bunt.

Foto: Keystone

(dpa) Milliarden Menschen heissen in der Nacht zum Freitag das neue Jahr 2021 unter Corona-Bedingungen willkommen.

26 Stunden dauert es wieder zwischen 11.00 Uhr MEZ am 31. Dezember und 13.00 Uhr MEZ am 1. Januar, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Es beginnt im Inselstaat Samoa, geht über Australien, Asien bis Europa, Südamerika, die US-Ostküste, Kalifornien, Hawaii zu den unbewohnten Eilanden Bakerinsel und Howlandinsel wieder im Pazifik.

Viele Partys und Feuerwerke sind weltweit abgesagt worden, zum Beispiel in Rio, São Paulo, Amsterdam und London. In Deutschland herrscht zum zweiten Mal seit dem Beginn der Pandemie ein harter Lockdown. Diesmal gab es ein grundsätzliches Verkaufsverbot von Feuerwerk in den letzten Tagen des Jahres. Auch Deutschlands grösste Silvesterparty in Berlin fällt aus - inklusive fernsehtauglichem Höhenfeuerwerk über dem Brandenburger Tor.

In Sydney findet zwar ein Riesenfeuerwerk statt, allerdings dürfen sich keine Zuschauer dazu am Hafen einfinden. In New York soll der «Ball Drop» am Times Square, ein fallender leuchtender Kristallball an einem Mast, nur vor wenigen Leuten statt wie sonst Tausenden stattfinden.

In Paris herrscht auch an Silvester nachts die Ausgangssperre. Es gibt aber ein Online-Konzert von Jean-Michel Jarre als Avatar in der virtuellen Kulisse der Kathedrale von Notre-Dame und einen vorab aufgezeichneten Spenden-Livestream mit Star-DJ David Guetta vor der Louvre-Pyramide.

In Moskau soll es trotz Corona-Sperrstunde ab 23.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) ein grosses Feuerwerk am Kreml geben. Das fast coronafreie Taiwan plant traditionell Pyrotechnik am Wolkenkratzer «Taipei 101» in Taipeh. In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa in Dubai, wieder ein spektakuläres Feuerwerk samt Licht- und Lasershow geplant.

Auch in China, wo erst zum chinesischen Neujahrsfest im Februar richtig gross gefeiert wird, sind Veranstaltungen geplant. Unter anderem soll es in Wuhan ein Feuerwerk geben - im Ausbruchsort des Coronavirus.