Vierte Nacht in Folge: Ausschreitungen in französischer Stadt Dijon

Schon seit Tagen bekämpfen sich Bewohner eines Vorortes von Dijon und Tschetschenen. Es handelt sich wohl um einen Streit im Drogenmilieu.

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(afp/has) In der Dijoner Vorstadt Grésilles ist es am Montag in der vierten Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Die Zusammenstöße zwischen Tschetschenen und Vorstadt-Bewohnern eskalieren zunehmend. Mehrere Abfalleimer und ein Auto wurden in Brand gesteckt. Auch Schüsse in die Luft wurden abgegeben. Die Regierung hat jetzt Verstärkung für die Polizei angeordnet. Das teilte Bürgermeister François Rebsamen nach einem Telefonat mit Frankreichs Innenminister Christophe Castaner mit.

Tschetschenen gegen Araber

Hintergrund der Auseinandersetzungen ist ein Streit im Drogenhandel. Dabei geht es offenbar um Rache für einen aus Tschetschenien stammenden 16-Jährigen, der brutal angegriffen worden sein soll. Am Wochenende wurde bei den Zusammenstössen auch ein Mann in den Rücken geschossen wie der Radiosender France Bleu am Sonntag auf seiner Homepage berichtete.