Ex-UBS-Chef Marcel Ospel (70) ist tot

Der frühere UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel ist tot. Er verstarb im Alter von 70 Jahren nach langer Krankheit, das berichten mehrere Medien.

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Ospel sei in der Nacht auf Samstag nach langer Krankheit verstorben, wie seine Witwe gegenüber der Basler Zeitung bestätigt hat. 

Marcel Ospel wurde am 8. Februar 1950 geboren. Er wuchs in Basel auf und absolvierte eine kaufmännische Lehre sowie die höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule (HWV). Mit 27 Jahren trat er seine Laufbahn beim damaligen Schweizerischen Bankverein SBV an. Mit 46 wurde er Chef der Grossbank und war 1998 einer der Architekten der Grossfusion mit der Schweizerischen Bankgesellschaft SGB zur Union de Banques Suisses UBS. 2001 wurde er zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt und nur kurz danach geriet er rund um das Grounding der Swissair in Kritik. 

Nach einem Boom bei der Grossbank in den Jahren 2005 und 2006 folgte in den beiden darauffolgenden Jahren die Finanzkrise. Die UBS erlitt Milliardenverluste. Weil Ospel für die Verluste mitverantwortlich gewesen sein soll, wurden Rufe nach einem Rücktritt laut. 2008 verzichtete er auf eine erneute Kandidatur zum Verwaltungsratspräsidenten.