Fondue-Shitstorm um Christa Rigozzi: Nun will Tourismus-Chef vermitteln

Weil eine Reservation misslang, stellt Christa Rigozzi eine Walliser Wirtin an den Online-Pranger. Doch nun dreht der Wind. Und der Shitstorm richtet sich auf einmal gegen die Ex-Miss. Mitten drin: Die Gemeinde Leukerbad.

Peter Walthard
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Da war die Welt noch in Ordnung: Christa Rigozzi zu Beginn ihrer Ferien in Leukerbad.

Da war die Welt noch in Ordnung: Christa Rigozzi zu Beginn ihrer Ferien in Leukerbad. 

Bild: Screenshot Instagram/christarigozzi

Hier das schöne und reiche Model, da die hart arbeitende Beizerin: Eigentlich hätte Christa Rigozzi sich ausmalen können, auf welcher Seite die Sympathien der Schweizer liegen. Aber um Marketingstrategien machte sich die Tessinerin wohl keine Gedanken, als sie die Betreiberin der «Alpenrose» in Leukerbad wegen einer verpatzten Reservation an den Online-Pranger stellte: Ihren 44'000 Followern riet sie per Insta-Story unmissverständlich: «Don't go to the Alpenrose in Leukerbad».

Unterstützung für die Wirtin: Für Kommentatoren ist die Ex-Miss eine «Tussy»

Die Chefin der Walliser Fondue-Beiz fürchtete um ihre Existenz, gab dem «Blick» ein Interview. Nun wendet sich das Blatt: Die «Alpenrose» wird im Netz mit positiven Bewertungen nur so überhäuft. Die Wirtin erhält auf ihrer Facebook-Page Solidaritätsbekundungen. Und in den Kommentarspalten der Schweizer Online-Medien tobt der nächste Shitstorm: Gegen Christa Rigozzi.

In Leukerbad hofft man nun auf ein Happy-End. Er werde «auf beide Parteien zugehen und das persönliche Gespräch suchen», sagt Urs Zurbriggen, CEO von von Leukerbad Tourismus. Er wolle zwischen Tessiner Influencerin und der Walliser Wirtin vermitteln. «Die beiden müssen wollen. Aber unser Angebot steht.»

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mlu/watson.ch