Abstimmung Kanton Wallis
Trotz beschränkter Mittel: Walliser wollen dem Wolf an den Kragen

Wolf, Bär und Luchs sind vielen Walliserinnen und Walliser ein Dorn im Auge. Das Stimmvolk hat nun eine Initiative angenommen, die mehr Regelungen fordert. Dem Kanton sind aber die Hände gebunden.

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Das Walliser Stimmvolk will mehr Schutz vor Grossraubtieren

Das Walliser Stimmvolk will mehr Schutz vor Grossraubtieren

"Gruppe Wolf Schweiz"/Keystone

Die Stimmberechtigten des Kantons Wallis haben sich am Sonntag für einen besseren Schutz vor Grossraubtieren ausgesprochen. Sie stimmten der Volksinitiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» mit über 60 Prozent zu. Sie folgten damit der Regierung und dem Parlament.

Die kantonale Initiative wurde von einem Dutzend Oberwallisern und mehreren CVP- und CSP-Politikern lanciert und 2017 eingereicht. Sie fordert, dass der Staat Vorschriften erlässt zum Schutz vor Wolf, Bär und Luchs und zur Beschränkung und Regulierung des Bestands. Zudem soll die Förderung des Grossraubtierbestands verboten werden.

Zwar glaubt der Staatsrat nicht, dass sich mit der Annahme die aktuelle und künftige Situation der Grossraubtiere im Kanton grundlegend ändern wird. Denn der Kanton besitze nur wenig Spielraum für den Erlass eines kantonalen Grossraubtierkonzepts. Dennoch wollte er, dass sich die Bevölkerung zum Thema äussern kann.

Ende September 2020 lehnte die Schweiz das revidierte Jagdgesetz, das den Wolfsschutz lockern sollte, mit 51,9 Prozent ab. Die Walliserinnen und Walliser stimmten der Vorlage damals jedoch mit 68,6 Prozent der Stimmen zu. (abi)

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