AHV-Reform
Rentenalter 65 für Frauen: Die Mitte droht mit Referendum

Für Mitte-Präsident Gerhard Pfister gehen die Ausgleichsmassnahmen zur Abfederung des Rentenalters für Frauen zu wenig weit. Er droht mit einem Referendum.

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Mitte-Präsident Gerhard Pfister droht mit einem Referendum zur AHV-Reform.

Mitte-Präsident Gerhard Pfister droht mit einem Referendum zur AHV-Reform.

Keystone

(abi) Die Gesundheitskommission des Ständerats (SGK) hat Ende Januar entschieden, wie sie die Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre kompensieren möchte – und geht dabei deutlich weniger weit als der Bundesratsvorschlag. So sollen unter anderem nur noch die ersten sechs Frauenjahrgänge begünstigt werden. Dadurch kann die Kommission die Kosten der Ausgleichsmassnahmen von 700 auf 440 Millionen Franken senken.

Für Mitte-Präsident Gerhard Pfister geht das zu wenig weit. In einem Interview mit dem «Blick» vom Dienstag schliesst er sich der Kritik der Linken an und droht er gar mit einem Referendum. «So ein Abbau der Frauenrenten kommt nicht infrage», sagte Pfister. Der Bundesrat habe einen klugen Mittelweg eingeschlagen, den die Mitte mittrage. «Die tiefen Renten müssen stärker kompensiert werden. 700 Millionen Franken sind für mich eine Schmerzgrenze.» Für ihn ist klar: «Die Vorlage muss schliesslich vor dem Volk bestehen – und das wird sie mit 400 Millionen Franken für Kompensationsmassnahmen sicher nicht.»

Er hoffe nun, dass der Ständerat korrigierend eingreife und sonst spätestens der Nationalrat. Sollte dies nicht geschehen, geht Pfister einen Schritt weiter: «Notfalls werden wir als Mitte sogar das Referendum dagegen ergreifen», sagte er.