Anstatt 2000 dürfen nur 200 auf Rütli – dafür wird die Feier live übertragen

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga wird an der Bundesfeier Heldinnen und Helden des Corona-Alltags ehren. Dazu gibt es Musik von einer Opernsängerin, einem Militärspiel und einer Alphornistin.

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Die Bundesfeier auf dem Rütli wird jeweils von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft organisiert (Symbolbild).

Die Bundesfeier auf dem Rütli wird jeweils von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft organisiert (Symbolbild).

Alexandra Wey / KEYSTONE

(wap) Je ein Mann und eine Frau aus jedem Kanton sowie aus der «fünften Schweiz» – dem Ausland – werden an der Bundesfeier auf dem Rütli von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga geehrt. Ausgewählt wurden Personen, die während der Coronakrise im Einsatz für die Gemeinschaft standen, wie die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Der SGG ist für die Organisation der Bundesfeier zuständig. Zu den ausgewählten Gästen gehören Personen aus dem Gesundheitssektor, aber auch aus der Grundversorgung im Lebensmittelhandel oder aus dem Sicherheitsbereich.

An der diesjährigen Feier werden nur 200 statt der üblichen rund 2000 Personen teilnehmen. Die Feier wird dafür von 12.55 Uhr bis 14.30 Uhr live auf www.missione1agosto.org übertragen. Die künstlerische Gestaltung wird übernommen von Opernsängerin Marie-Claude Chappuis, vom Chor «Les voix de la Gruyère», von der Alphornistin Lisa Stoll und vom Blechbläser-Ensemble Rekrutenspiel 16-2/20, begleitet von den jungen Männern vom Fähndlerclub Weggis. Neben dem offiziellen «Schweizerpsalm» wird Chappuis auch einen alternativen Hymnentext singen, der mehr Wert auf Menschenrechte und eine ökologische Gesinnung legt.

Ursprünglich hatte die SGG eine Feier zusammen mit dem Schweizer Schwingerverband geplant. Diese sei nun um zwei Jahre verschoben worden, so die Mitteilung der SGG. Das Jahr 2021 sei bereits für die Frauenverbände und Frauenvereine reserviert, die dann das 50-jährige Jubiläum der Einführung des Frauenstimmrechts auf dem Rütli feiern wollen.

Vorsicht bei privaten Feiern am 1. August

Die Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB), die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) und die Unfallversicherung Suva befürchten, dass es am kommenden 1. August wegen dem Ausfall vieler offizieller Feiern vermehrt zu Privatfesten mit gefährlichen Situationen mit Feuerwerk kommen wird. In einem Communiqué rufen sie dazu auf, Sicherheitsmassnahmen einzuhalten. Dazu gehört ein Mindestabstand von Gebäuden und Menschen. Fenster, Türen und Dachluken müssen geschlossen werden. Blindgängern sollte man sich zehn Minuten lang nicht nähern. In der Nähe von Feuerwerkskörpern sollte zudem nicht geraucht werden. Auf jeden Fall müssen Warn- und Anwendungshinweise auf der Verpackung der Feuerwerkskörper gelesen werden.