BAG-Direktor: «Wir stehen wenige Stunden vor einem Impfstoff-Kauf»

Die Schweiz steht laut BAG-Direktor Pascal Strupler kurz vor dem Abschluss eines Vorverkaufsvertrags mit dem Impfstoffentwickler Moderna. Damit werde die Schweiz schnellen Zugang zu einem Impfstoff gegen das Coronavirus haben.

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BAG-Direktor Stupler bestätigt, dass die Schweiz kurz vor dem Abschluss eines Vorverkaufs für einen Impfstoff steht.

BAG-Direktor Stupler bestätigt, dass die Schweiz kurz vor dem Abschluss eines Vorverkaufs für einen Impfstoff steht.

Keystone

(sku) Es sei eine gute News, sagte Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), in der SRF-Sendung «Club» vom Dienstagabend. «Der Vertrag für einen Vorverkauf wird in ein paar Stunden unterschrieben.» Somit werde die Schweiz im Fall einer erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus schnellen Zugang haben. Man habe mit dem Impfstoffentwickler Moderna verhandelt, sagte Strupler. Das US-amerikanische Unternehmen arbeitet mit dem Schweizer Pharmakonzern Lonza an der Produktion des mRNA-1273-Impfstoffs.

Moderna werde voraussichtlich als erste Firma einen Impfstoff gegen das Coronavirus herstellen. Über den Preis, den die Schweiz für den Impfstoff vertraglich zugesichert hat, wollte Strupler bislang keine Auskunft geben. Jetzt, da der Zugang zu einem Impfstoff gesichert ist, wird man laut Strupler auch prüfen, ob man bei Impfstoff-Tests mitmacht. Darüber werde man nächste Woche informieren können. Die «NZZ am Sonntag» berichtete, dass sich Schweizer Universitätskliniken eigentlich an Probandentests beteiligen wollten, aber acht Millionen Franken dafür fehlten.