Bei zweiter Corona-Welle: Kantone könnten regionale Lockdowns anordnen

Bei einem zweiten Corona-Ausbruch soll es keinen schweizweiten Lockdown mehr geben. Wie die «NZZ am Sonntag schreibt», arbeitet der Bundesrat derzeit an einem Konzept für eine zweite Welle.

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Künftig soll es den Kantonen möglich sein, einzelne Betriebe oder Regionen abzuriegeln.

Künftig soll es den Kantonen möglich sein, einzelne Betriebe oder Regionen abzuriegeln.



Chris Iseli

(agl) Bei einer allfälligen zweiten Welle sollen die Kantone führend sein. Diese sollen künftig selbst Quarantäne-Massnahmen verfügen und im Ernstfall Läden, Hotels oder ganze Ortschaften abriegeln können. Der Bündner Sicherheitsdirektor Peter Peyer bestätigt gegenüber der «NZZ am Sonntag», dass die kantonalen Behörden «das Betreten und Verlassen bestimmter Gebäude und Gebiete verbieten oder einschränken» können.

Lockdowns seien wenn möglich zu vermeiden, so das Bundesamt für Gesundheit BAG gegenüber der Zeitung. Es bestätigt aber die Möglichkeit der Kantone, lokale Quarantänen, beispielsweise auf einen Ferienort, auszusprechen. Der Bundesrat soll in den nächsten zwei Wochen über das neue Konzept entscheiden.