Belgien will die Kantone Waadt und Wallis von der «roten Liste» streichen

Da sie Teil der« Région Lémanique» sind, hat Belgien die beiden Westschweizer Kantone zusammen mit Genf auf die rote Liste für Reisende gesetzt. Nun gibt Brüssel Entwarnung.

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Die Kantone Genf, Waadt und Wallis präsentieren sich gerne als «Région Lémanique» (Symbolbild).

Die Kantone Genf, Waadt und Wallis präsentieren sich gerne als «Région Lémanique» (Symbolbild).

Laurent Gillieron / KEYSTONE

(wap) Nachdem die Schweiz bei den belgischen Behörden interveniert hatte, gibt die Regierung in Brüssel wieder grünes Licht für Reisen von Belgierinnen und Belgiern in die Kantone Waadt und Wallis, wie die belgische Zeitung« La Libre» am Dienstag unter Berufung auf Aussenminister Philippe Goffin vermeldete. Bundesrat Ignazio Cassis bestätigte dies am Dienstagabend auf Twitter und bedankte sich bei seinem Kollegen Goffin.

Umgesetzt wurde die Reevaluation aber noch nicht: Am Dienstag wurde auf der Seite des belgischen Aussenministeriums weiterhin vor Reisen in die ganze« Région Lémanique» abgeraten. Die beiden Kantone Waadt und Wallis sollen laut Ankündigung aber wieder der «grünen Zone» zugeordnet werden, die von Belgierinnen und Belgiern ohne besondere Massnahmen bereist werden dürfen.

Das von der zweiten Welle stark betroffene Genf verbleibt auf der roten Liste. Das Waadtland und das Wallis waren von den Belgiern zusammen mit Genf auf die Liste gesetzt worden, weil die drei Kantone gemeinsam den Raum «Région Lémanique» bilden. Kantonsvertreter machten aber darauf aufmerksam, dass die Situation in der Waadt und dem Wallis nicht mit jener in Genf zu vergleichen sei.