Bevölkerungsschutz

14 statt 20 Jahre: Dienstpflicht im Zivilschutz wird gesenkt

Zivilschützer müssen ab nächstem Jahr weniger lange Dienst schieben. Neu reichen dafür 14 Jahre oder 245 Einsatztage. Damit schafft der Bundesrat mehr Flexibilität.

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Der Zivilschutz in Aktion: Auf einem Bauernhof wird ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche simuliert.

Der Zivilschutz in Aktion: Auf einem Bauernhof wird ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche simuliert.

Keystone

(rwa) Heute gilt: Wer Zivilschutz leistet, muss vom 20. bis zum 40. Altersjahr einrücken. Damit ist nun Schluss. Die Dienstpflicht wird gesenkt und zwar auf 14 Jahre. Entlassen wird auch, wer 245 Einsatztage absolviert hat. Dies mache das Dienstleistungssystem flexibler, argumentiert der Bundesrat.

Er hat am Mittwoch das totalrevidierte Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz auf nächstes Jahr in Kraft gesetzt. Die Revision stärke die Führung, die Koordination und die Einsatzfähigkeit des Bevölkerungsschutzes im Krisenfall, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz in einer Mitteilung.

Das revidierte Gesetz legt zwar bei der Dienstpflicht für den Zivilschutz zwölf Jahre fest, gibt dem Bundesrat aber die Möglichkeit, die Dauer um zwei Jahre zu verlängern. Auf Wunsch der Kantone habe der Bundesrat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, heisst es in der Mitteilung weiter. Ziel sei es, den seit einiger Zeit markanten Rückgang bei den Rekrutierungszahlen im Zivilschutz und dem damit einhergehenden Personalengpass entgegenzuwirken.