Bund prüft eine Kampagne zur Förderung des Inland-Tourismus

Der Tourismus leidet stark unter der Coronakrise. Das Seco rechnet mit Umsatzrückgängen von 20 bis 30 Prozent und plant, der Branche unter die Arme zu greifen. Eine Erholung zeichnet sich erst für 2022 ab.

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Der Branche fehlen die Touristinnen und Touristen – auch in der Stadt Luzern.

Der Branche fehlen die Touristinnen und Touristen – auch in der Stadt Luzern.

Keystone

(gb.) Beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wird derzeit geprüft, wie der Tourismus wieder in Schwung gebracht werden kann. Wie Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung, am Montag vor den Medien erklärte, habe die Krise den Tourismus besonders hart getroffen. «Die Betriebe mussten Stornierungen hinnehmen und haben gleichzeitig kaum neue Buchungen». Das Seco rechnet mit Umsatzrückgängen von 20 bis 30 Prozent und geht davon aus, dass sich der Tourismus innerhalb der Schweiz erst anfangs 2021 allmählich erholen wird. Die Umsätze dürften sogar erst 2022 wieder im normalen Bereich sein.

Das Seco prüft deshalb verschiedene Anliegen des Verbands Schweiz Tourismus, etwa den Tourismus innerhalb der Schweiz mit Werbemassnahmen zu fördern. «Den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden, ist aber äussert schwierig», sagte Jakob. Denn es spiele auch ein psychologischer Faktor in der Bevölkerung mit. «Wenn wir es zu früh tun, wenn die Leute noch Angst haben rauszugehen, verpufft die Wirkung.»

Auch die Erarbeitung von Schutzkonzepten sei eine komplexe Angelegenheit, sagte Jakob. Der Tourismus sei eine Querschnittsbranche mit vielen verschiedenen Sektoren wie etwa der Hotellerie, Restaurants, den Bergbahnen und dem öffentlichen Verkehr. Am dringlichsten sei es nun, Schutzkonzepte für die gesamte Kette von Angeboten auszuarbeiten, so Jakob.