Bundesamt für Gesundheit bindet Wissenschafter ein

Der Bund setzt eine Task Force zur Krisenbewältigung ein, in der die ganze Hochschullandschaft mit Forscherinnen und Forschern vertreten ist. Geleitet wird sie von Matthias Egger, Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNF)

Drucken
Teilen
Matthias Egger übernimmt die Leitung des wissenschaftlichen Gremiums.

Matthias Egger übernimmt die Leitung des wissenschaftlichen Gremiums.

Keystone

(sku) Durch Forschung, Bildung oder Wissenstransfer könne die Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft den Ausgang der Coronakrise positiv beeinflussen. Das schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung vom Dienstag. Deshalb werde nun eine Task Force einberufen.

Die sogenannte «Swiss National COVID-19 Task Force» werde von Matthias Egger geleitet, weitere Mitglieder seien in relevanten Fachgebieten ausgewiesene Expertinnen und Experten der schweizerischen Hochschul- und Forschungslandschaft. Es gebe aber keine feste Liste der Forschenden, sagt Mediensprecherin Katrin Holenstein auf Anfrage. Sie würden je nach Thema oder Aufgabe angefragt und in Teams eingebunden. 

Das BAG erhalte viele Unterstützungsangebote aus Wissenschaft und Forschung, die koordiniert werden müssen. Durch das wissenschaftliche Beratungsgremium könnten solche Anfragen besser strukturiert werden. Das werde wiederum die Ressourcen der Krisenorganisation entlasten, sagt Holenstein. Hauptaufgabe der Task Force sei es deshalb, die politischen Behörden und Entscheidungsträger im Kontext des Coronavirus beratend zu unterstützen. Zudem soll das Gremium relevante Forschungsthemen sowie Spezialmassnahmen identifizieren.

Die Task Force binde Initiativen und Kompetenzen des SNF und von swissuniversities sowie der Akademien ein. Die Arbeiten werden laut BAG über das reguläre Budget der Organisationen finanziert.