Bundesrat Berset nimmt an Treffen der Gesundheitsminister der G20 teil

Bei der Jahrestagung der G20-Minister stand die weltweite Coronapandemie im Zentrum der Diskussionen. Berset wies auf die zentrale Rolle der WHO in der Bekämpfung der Krise hin.

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Die internationale Zusammenarbeit zeigte sich etwa in der Aufnahme von Patienten aus Italien durch andere Länder. Laut der WHO ist die Kooperation unter den Ländern aber ungenügend.

Die internationale Zusammenarbeit zeigte sich etwa in der Aufnahme von Patienten aus Italien durch andere Länder. Laut der WHO ist die Kooperation unter den Ländern aber ungenügend.

Keystone

(gb.) Die Schweiz durfte auf Einladung vom G20-Staat Saudi-Arabien am Treffen teilnehmen. In einer Mitteilung des Bundesamts für Gesundheit heisst es, das Treffen habe am Sonntag per Videokonferenz stattgefunden.

Wenig überraschend war der aktuelle Gesundheitszustand Gegenstand der Diskussionen. Die Länder der G20 und die Schweiz betonten dabei die grosse Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit. «Der Kampf gegen Covid-19 erfordert internationale Solidarität und globales Handeln. Diese Pandemie kann nur gemeinsam bekämpft werden», wird Bundesrat Alain Berset in der Mitteilung zitiert. Besonders bei der Entwicklung eines Impfstoffes und der Produktion von Schutzmaterial, aber auch bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Krise brauche es internationale Kooperation.

Die Schweiz wies in den Gesprächen zudem darauf hin, dass leistungsfähige Gesundheitssysteme und die Sicherstellung einer umfassenden Gesundheitsversorgung in Notsituationen unerlässlich seien, um die erforderliche Versorgung zu gewährleisten.

WHO kritisiert G20-Staaten

Gemäss einem Artikel der Deutschen Zeitschrift Spiegel soll die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Tag vor dem Treffen der Gesundheitsminister ein Positionspapier veröffentlicht haben, in dem sie den G20-Staaten schwere Versäumnisse bei der Vorsorge für die Pandemie vorwirft.

Die meisten Staaten seien schlecht bis mittelmässig vorbereitet gewesen, heisst es in dem Papier, das dem Spiegel gemäss eigenen Angaben vorliegt. Es mangle beispielsweise an Infrastrukturen und qualifiziertem Gesundheitspersonal, an Investitionen in die Forschung und internationaler Kooperation.