Bundesrat Parmelin: Der 1. August hat dieses Jahr einen «bittersüssen Beigeschmack»

Bundesrat Guy Parmelin appellierte in seiner Rede zum 1. August, dass angesichts der Coronakrise weder übertriebene Vorsicht noch übertriebene Sorglosigkeit gute politische Strategien seien.

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Weil alle einen Teil ihrer persönlichen Freiheit zugunsten des Gemeinwohls geopfert hätten, gehe die Schweiz gestärkt aus der Coronakrise hervor, so Bundesrat Guy Parmelin.

Weil alle einen Teil ihrer persönlichen Freiheit zugunsten des Gemeinwohls geopfert hätten, gehe die Schweiz gestärkt aus der Coronakrise hervor, so Bundesrat Guy Parmelin.

Bild: Schweizer Bauernverband

(dpo) «Unser Nationalfeiertag hat dieses Jahr einen bittersüssen Beigeschmack», sagte Bundesrat Guy Parmelin in seiner Rede zum 1. August in Cavaione im Puschlav. Einerseits herrsche Erleichterung darüber, dass wir in der Schweiz allmählich eine Phase hinter uns lassen, die sich massiv auf unsere Lebensweise ausgewirkt habe. Andererseits herrsche Unsicherheit hinsichtlich den weiteren Auswirkungen des Coronavirus.

Gemäss dem Wirtschaftsminister geht die Schweiz gestärkt aus den Ereignissen des Frühjahrs hervor: «Durch unsere Selbstdisziplin ist es uns gelungen, diese Krankheit gemeinsam in Schach zu halten.» Dies, weil alle einen Teil ihrer persönlichen Freiheit zugunsten des Gemeinwohls geopfert hätten.

Das vergessene Dorf: In diesem Weiler oberhalb von Brusio hat Wirtschaftsminister Guy Parmelin am 1. August seine Ansprache gehalten.
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Wirtschaftsminister Guy Parmelin lässt es sich am Brunch der Familie Salis in Chur schmecken. Frisch gestärkt ging es dann für ihn weiter nach Cavaione im Puschlav.
Leise Kritik an der Vollkasko-Mentalität äusserte Wirtschaftsminister Guy Parmelin in seiner Ansprache zum 1. August in der Südbündner Gemeinde Cavaione.

Das vergessene Dorf: In diesem Weiler oberhalb von Brusio hat Wirtschaftsminister Guy Parmelin am 1. August seine Ansprache gehalten.

Fonds Landschaft Schweiz

Parmelin unterstrich allerdings, dass es im Leben keine Garantien gebe und wir nicht alles kontrollieren könnten. Weder übertriebene Vorsicht noch übertriebene Sorglosigkeit bildeten eine gute politische Strategie.

Obwohl uns in den nächsten Monaten noch weitere Schwierigkeiten erwarteten, setzten die meisten weiterhin auf das Vertrauen und den Glauben an die Zukunft, so der Wirtschaftsminister: «Denn ohne Vertrauen ist das gesellschaftliche Leben schlicht und einfach nicht möglich. Ohne Vertrauen wäre auch der Bund, der unserem Land zugrunde liegt, nicht mehr möglich.»

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