Bundesrat verlängert Corona-Massnahmen um eine Woche, erste Lockerungen vor Ende April

Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden bis am 26. April verlängert. Noch im April will sie der Bundesrat jedoch schrittweise lockern. Hygiene- und Distanzmassnahmen gelten weiterhin. 

Drucken
Teilen
Bundesrat Alain Berset geht davon aus, dass die Phase der Lockerungen über mehrere Wochen dauern wird.

Bundesrat Alain Berset geht davon aus, dass die Phase der Lockerungen über mehrere Wochen dauern wird.  

Keystone

(agl) Der Ruck in der Bevölkerung habe stattgefunden, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Mittwoch an einer Medienkonferenz. «Der Weg stimmt, am Ziel sind wir aber noch nicht, ergänzte sie». Deshalb würden die Bekämpfungsmassnahmen noch bis am 26. April fortgesetzt. Der Bundesrat habe sich am Mittwoch aber auch mit der Lockerung der Massnahmen befasst und beschlossen, dass diese möglich sei, dort, wo der Gesundheitsschutz eingehalten werden könne. 

Der Bundesrat hat das Gesundheitsdepartement und das Wirtschaftsdepartement beauftragt, ein Konzept für eine schrittweise Lockerung zu erstellen. Dieses wolle er an seiner Sitzung vom 16. April beraten und noch vor Ende April erste Lockerungen vornehmen, so Sommaruga. 

Die Phase wird mehrere Wochen dauern

Es werde nun ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar, ergänzte Gesundheitsminister Alain Berset. «Nach fast vier Wochen haben wir festgestellt, dass sich ein fragiles Gleichgewicht eingestellt hat.» In der Zeit, die auf uns zukommt, müssten die Distanz- und Hygienevorschriften weiterhin eingehalten werden, so Berset. Dies werde uns noch eine lange Zeit begleiten. 

Kriterien für die Lockerung seien die Anzahl der Neuinfektionen, der Spitaleinweisungen und der Todesfälle, so Berset. Danach könne man schauen, wie und in welcher Reihenfolge Lockerungen erfolgen könnten. Dabei müsse man besonders die gefährdeten Personen und die Akzeptanz in der Bevölkerung betrachtet. 

Diese Phase werde wohl über Wochen andauern, so Berset. Das Tempo werde aber von der Epidemie diktiert. «Vieles haben wir schon erreicht, genau jetzt müssen wir am Ball bleiben.»