Bundesvertreter in Luftfahrtstiftung schauen der Swiss auf die Finger

Im April hatten die Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss eine Finanzspritze in Milliardenhöhe erhalten – unter bestimmten Bedingungen. Über deren Einhaltung wacht eine Luftfahrtstiftung.

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Die Coronakrise legte die Luftfahrt lahm. Swiss und Edelweiss erhielten eine Milliardenspritze des Bundes.

Die Coronakrise legte die Luftfahrt lahm. Swiss und Edelweiss erhielten eine Milliardenspritze des Bundes.

Keystone

(rwa) Am Mittwoch wählte der Bundesrat die Vertreter des Bundes, die im fünfköpfigen Stiftungsrat Einsitz nehmen. Präsidiert wird dieser durch die frühere Bündner BDP-Nationalrätin Brigitta Gadient. Die Juristin ist seit Januar 2020 Präsidentin von Schweiz Tourismus. Den Bund vertreten ausserdem der frühere ETH-Präsident Lino Guzzella sowie Peter Müller, der früher Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) war. Die Lufthansa-Gruppe und die Swiss stellen ebenfalls einen Vertreter.

Im April hatte der Bund den Fluggesellschaften einen Kredit über 1,275 Milliarden Franken gewährt, um die Liquidität von Swiss und Edelweiss sicherzustellen. Der Bundesrat knüpfte die Bürgschaften an standortpolitische Auflagen. Damit sollte verhindert werden, dass die Schweiz im Rahmen der Lufthansa-Konzernstrategie Nachteile erfahren könnte. Das Parlament stimmte dem Unterstützungspaket im Mai zu. Die Stiftung überwacht die Einhaltung der Auflagen.