Coronaregime
Ostschweizer Kantone wollen weitergehende Öffnung

Die Kantone St. Gallen und Appenzell Auserrhoden unterstützen die vom Bundesrat vorgeschlagenen Öffnungen, wollen aber gegebenenfalls weiter gehen.

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Nicht mehr nur Take-Away: Die Ostschweizer Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden wollen offene Restaurants. (Symbolbild)

Nicht mehr nur Take-Away: Die Ostschweizer Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden wollen offene Restaurants. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Im Rahmen der Anhörung der Kantone zur Lockerung der Coronamassnahmen fordert die St. Galler Regierung weitere Öffnungsschritte. Dies teilte die St. Galler Staatskanzlei am Samstag mit. Aus St. Galler Sicht müssten die Lockerungen systematisch erfolgen und objektiven Kriterien folgen. Ausserdem müssten die einzelnen Lockerungsschritte etappiert werden und alle drei Wochen erfolgen. Ausserdem müssten Verweildauer, die räumlichen Verhältnisse und die Art der Aktivität in die Risikoabschätzung einfliessen.

Konkret sollen nach dem Vorschlag des Regierungsrates ab dem 1. März die Aussenbereiche von Gastrobetrieben generell geöffnet werden, dies unter flankierenden Massnahmen wie Abständen und Kontaktdatenerhebung. Die maximale Personenzahl bei privaten Treffen soll auf zehn angehoben werden, bei kulturellen Veranstaltungen im Freien auf 15. Die Altersgrenze für Sport und Kultur soll bei 25 Jahren anstatt wie vom Bundesrat vorgeschlagen bei 18 Jahren liegen.

R-Wert soll als Entscheidungsgrundlage fallen

Ausserdem sollen die Ladenöffnungszeiten ausgedehnt und die Homeoffice-Pflicht wieder abgeschafft werden. Drei Wochen später sollen Gastrobetriebe auch im Innenbereich wieder öffnen dürfen, der Unterricht auf der Tertiärstufe wieder eingeführt und das Quarantäneregime im Grenzverkehr gelockert werden.

Bei den anstehenden Lockerungsschritten solle sich der Bund ausserdem nicht länger auf den R-Wert und die Positvitätsrate abstützen. Weiter macht der Kanton Druck bei der Impfkampagne. Der Bund müsse seine Bemühungen intensivieren, so die Forderung auf St. Gallen. «Die rasche und weitgehende Impfung der Bevölkerung erscheint derzeit als das einzige Mittel, um der Pandemie nachhaltig begegnen zu können», heisst es in der Mitteilung.

Auch der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat am Samstag seine Stellungnahme veröffentlicht. Darin wird ebenfalls eine weitergehende Öffnung verlangt. Die Gruppengrösse soll in Aussenbereichen auf 15 Personen angehoben werden, die Altersgrenze bei Sport und Kultur auf 20 Jahre.