Coronavirus

Obergrenze von 30 Personen: Zentralschweizer Kantone ziehen Schraube an

In Nidwalden und in Uri gelten strengere Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Die Kantonsregierungen haben die Obergrenze bei der Teilnehmerzahl an Veranstaltungen auf 30 festgelegt.

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Wie beim Pilatus, der über Nidwalden thront, ging es bei den Coronazahlen immer nur bergauf.

Wie beim Pilatus, der über Nidwalden thront, ging es bei den Coronazahlen immer nur bergauf.

Keystone

(pw/rwa) Wie die restliche Schweiz sieht sich auch die Zentralschweiz seit einigen Wochen mit höheren Coronazahlen konfrontiert. Um die Personenkontakte und das Ansteckungsrisiko weiter zu senken, haben der Nidwaldner und Urner Regierungsrat am Dienstag schärfere Regeln beschlossen und gehen damit weiter als der Bundesrat. Die maximale Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wird von 50 auf 30 gesenkt. In Nidwalden tritt die Verschärfung morgen Mittwoch in Kraft, im Kanton Uri erst am Freitag. Ausgenommen von der Obergrenze sind politische Versammlungen sowie Kundgebungen unter Einhaltung der Maskenpflicht.

«Eines der Erkenntnisse der letzten Wochen ist, dass je nach Veranstaltung die Umsetzung von Schutzkonzepten anspruchsvoller ist und dadurch eine Verbreitung des Coronavirus begünstigt wird», begründet die Nidwaldner Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger den Schritt gemäss Mitteilung. Vor diesem Hintergrund sei eine Senkung der Obergrenze vertretbar. In der aktuellen Lage sollen die sozialen Kontakte ohnehin aufs Nötigste reduziert werden. Die Regierung hat deshalb weiter beschlossen, sämtliche Erotik- und Sexbetriebe bis auf weiteres zu schliessen.

Zudem weitet Nidwalden die Maskenpflicht im Unterricht aus. Neu gilt sie nicht nur auf der Sekundarstufe II, sondern auch für sämtliche Lehrpersonen ab dem Kindergarten sowie für Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschule (Sekundarstufe I). Die Masken müssen überall getragen werden, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. In der Orientierungsschule muss die Maske auch im Sportunterricht getragen werden, sofern der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Zudem sollen die Sportlektionen nach Möglichkeit im Freien durchgeführt werden.