Coronavirus
Swissmedic lässt Impfstoff von Johnson & Johnson zu

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat dem Covid-19-Impfstoff des amerikanischen Pharmakonzerns Johnson & Johnson die Zulassung erteilt. Das BAG hat aber keine Impfdosen des Unternehmens bestellt.

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In der Schweiz ist nun ein dritter Impfstoff zugelassen. (Symbolbild)

In der Schweiz ist nun ein dritter Impfstoff zugelassen. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Neben den Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna ist in der Schweiz nun auch ein drittes Vakzin zugelassen. Wie Swissmedic am Montag mitteilte, hat sie dem Covid-19-Impfstoff «COVID-19 Vaccine Janssen» von Johnson & Johnson eine befristete Zulassung erteilt. Der Impfstoff basiert auf Spike-Proteinen des Coronavirus. Das Immunsystem bildet Antikörper dagegen und bereitet so den Körper auf eine Infektion vor.

Insgesamt hat der Bund bereits Verträge mit fünf Impfstoff-Herstellern über fast 33 Millionen Dosen abgeschlossen. Johnson & Johnson ist allerdings nicht mit dabei. Auf den Impfstoff werde man zurzeit verzichten, da er erst ab dem dritten Trimester verfügbar wäre, begründete die Vizedirektorin des Bundesamts für Gesundheit, Nora Kronig, vor kurzem gegenüber SRF. Die Schweizer Tochterfirma Janssen Cilag mit Sitz in Zug kann den Impfstoff jedoch nun in der Schweiz verkaufen.

Anders als die bisherigen beiden Impfstoffe braucht es vom Johnson & Johnson-Vakzin nur eine Dosis. Wie Swissmedic weiter schreibt, ist es wie die Moderna-Impfung für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Eine Impfung mit Pfizer/Biontech ist bereits ab 16 Jahren möglich. Laut Medienmitteilung liegt die Wirksamkeit 14 Tage nach der Impfung zwischen 64,2 Prozent (Altersgruppe 18 bis 64 Jahre) und 82,4 Prozent (65 Jahre und älter). Schwere Verläufe könnten mit dieser Impfung zu fast 85 Prozent verhindert werden.

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