Das Coronavirus bremst
den Bahnverkehr deutlich

Leere Züge und leere Bahnhöfe. Der Rückgang im öffentlichen Verkehr wegen der Coronakrise ist deutlich zu sehen. Das schlägt sich jetzt auch in Zahlen nieder. 

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Bis die Bahnhöfe wieder so voll sind, dauert es wohl noch eine Weile. (Archivbild)

Bis die Bahnhöfe wieder so voll sind, dauert es wohl noch eine Weile. (Archivbild)

Keystone

(mg) Wie deutlich sich der Lockdown im öffentlichen Verkehr niederschlägt, zeigt jetzt die Auswertung vom Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr (Litra). In seinem Quartalsreport, der am Mittwoch publiziert wurde, rechnet er mit einem Rückgang der Personenkilometer um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Lockdown wurde aber erst am 16. März beschlossen, beeinflusste die Statistik also gerade einmal 15 Tage lang. In den Monaten Januar und Februar hat Litra gar noch ein leichtes Wachstum festgestellt. 

Insgesamt habe man 4,61 Milliarden Personenkilometer gemessen im ersten Quartal 2020. Auch der Warentransport per Bahn ging zurück. Litra stellte beim Schienengüterverkehr eine Abnahme der Verkehrsleistung um 4 Prozent fest. Ob der Rückgang auch auf das Coronavirus zurückzuführen sei, könne man nicht abschätzen — der Güterverkehr verzeichnete bereits in den Vormonaten leichte Rückgänge. 

Richtig durchschlagen wird der Lockdown aber erst in den Zahlen für das laufende Quartal. In den kommenden Monaten werde die Nutzung zwar wieder steigen, schreibt Litra, «aber noch deutlich hinter den Zahlen des Vorjahres zurückbleiben.» Spannend werde vor allem, wie sich der Güterverkehr entwickle.