Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen konnten sich vom Tief erholen

Die Coronakrise hatte die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen stark sinken lassen. Die Hochrechnung der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge zeigt jetzt eine Erholung per Ende Juni.

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Vorsorgeeinrichtungen haben sich vom Tief der Coronakrise erholt.

Vorsorgeeinrichtungen haben sich vom Tief der Coronakrise erholt.

Keystone

(sku) Noch per Ende April sanken die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen auf 105,6 Prozent und lagen damit 6 Prozent unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Wie die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) am Freitag schreibt, konnten sie sich nun per Ende Juni wieder auf 107,9 Prozent erhöhen. Die Vorsorgeeinrichtungen würden davon profitieren, dass sie während den vergangenen Jahren in den Anlagekategorien Aktien, Immobilien und Obligationen überdurchschnittliche Renditen erzielen konnten und mit einer guten Deckungsgradsituation ins Jahr 2020 starten konnten.

Gemäss Mitteilung sind aktuell 10,2 Prozent der Verpflichtungen nicht vollständig gedeckt. Ende April hätten sich noch 25,4 Prozent der Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung befunden. Die Oberaufsichtskommission rechnet noch für das gesamte Jahr mit erhöhten Überdeckungen. Trotzdem werden voraussichtlich die meisten Vorsorgeeinrichtungen aufgrund der guten Deckungssituation vor der Krise in der Lage sein, die negativen Auswirkungen auf ihre finanzielle Stabilität zu tragen oder die negativen Folgen zumindest zu mildern.