Demokratie
Stimmrechtsalter 16: Zürcher Bevölkerung entscheidet im Mai

Wird Zürich der zweite Kanton, in dem 16-Jährige wählen und abstimmen dürfen? Diese Frage wird am 15. Mai geklärt. Dann entscheidet das Stimmvolk darüber.

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Im Mai gilt es an der Urne ernst: Sagt die Bevölkerung Ja, könnten schon bald 16-Jährige abstimmen dürfen. (Symbolbild)

Im Mai gilt es an der Urne ernst: Sagt die Bevölkerung Ja, könnten schon bald 16-Jährige abstimmen dürfen. (Symbolbild)

Keystone

Aufs Tapet gebracht hat das Anliegen die Zürcher GLP. Im Kantonsrat forderte sie mit einer parlamentarischen Initiative die Einführung des Stimmrechtsalters 16 im Kanton Zürich. Letzten Oktober hiess das Parlament den Vorstoss gut – dank einer breiten Allianz aus SP, Grünen, CVP, EVP, GLP und AL. Einzig die FDP und SVP stellten sich dagegen, das Stimmrechtsalter zu senken.

Weil dafür eine Verfassungsänderung notwendig ist, hat das Zürcher Stimmvolk das letzte Wort. Nun ist klar, wann dies der Fall ist. Der Regierungsrat hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass am 15. Mai über die Vorlage abgestimmt wird.

Glarus alleine auf weiter Flur

Konkret muss das Stimmvolk an der Urne entscheiden, ob Jugendliche ab 16 Jahren künftig auf Kantons- und Gemeindeebene wählen und abstimmen können. Für die Wählbarkeit in ein Amt soll indes weiterhin die Hürde von 18 Jahren gelten. Zürich wäre der zweite Kanton, der das Stimmrechtsalter 16 einführt. Vorreiter in dieser Hinsicht ist Glarus.

Eine Senkung des Stimmrechtsalters ist immer wieder Thema. Pläne gibt es etwa in Bern und Appenzell Ausserrhoden. Allerdings ist das Ansinnen umstritten. Erst letzten Herbst bodigte das Urner Stimmvolk ein Stimmrechtsalter 16 – notabene zum zweiten Mal in Folge. (rwa)