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Demonstrieren ging am Sonntag nur per Videochat

Am Sonntag hat im Internet eine Kundgebung für den Klimaschutz stattgefunden. Eine geplante Velo-Demo in Basel wurde hingegen abgesagt.

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Aktivistinnen und Aktivisten hielten ihre Schilder am Sonntag für einmal nicht in die Luft, sondern vor die Bildschirme.

Aktivistinnen und Aktivisten hielten ihre Schilder am Sonntag für einmal nicht in die Luft, sondern vor die Bildschirme.

Chris Iseli / AGR

(gb.) An der virtuellen Klima-Demo von Greenpeace schalteten sich zeitweise rund 450 Aktivistinnen und Aktivisten mit ihren Webcams ein. Viele sassen auch zu zweit oder in kleinen Gruppen vor den Bildschirmen. Die Chefin von Greenpeace Jennifer Morgan hielt eine Rede, es gab Live-Schaltungen im öffentlichen Raum und diverse Beiträge von Teilnehmern. Unter anderem wurde gefordert, dass der Bund die Gelder zur Stützung der Wirtschaft in klimafreundliche Projekte investiere, etwa in die Energiewende. Zuvor hatte Greenpeace eine entsprechende Petition gestartet, die an der Online-Demo mit knapp 22'000 Unterschriften übergeben wurde.

Am Sonntag wäre auch in Basel eine Demo für mehr Klimaschutz geplant gewesen. Die Veranstalter hätten auf Velos durch die Stadt fahren wollen, sahen sich aber gezwungen, den Anlass abzusagen. Dies, nachdem am 1. Mai linke Demonstrationen in Verruf geraten waren, weil sie gegen das Versammlungsverbot verstiessen. Laurin Hoppler vom Organisationsteam sagt auf Anfrage, man habe extra ein Schutzkonzept erarbeitet. Doch der politische und juristische Druck, die Demo abzusagen, sei zu gross geworden. «Selbst Politikerinnen und Politiker aus dem linken und grünen Spektrum sind auf uns zugekommen», so Hoppler.