Demonstrierende fordern auf Bundesplatz Aufnahme der Flüchtlinge aus Lager Moria

Am Samstag Nachmittag fand auf dem Bundesplatz eine Kundgebung für die Evakuierung des griechischen Flüchtlingslagers Moria statt. Es formierte sich ein nicht bewilligter Umzug durch die Berner Innenstadt.

Drucken
Teilen
Am Samstag Nachmittag forderten Demonstrantinnen und Demonstranten vor dem Bundeshaus die Evakuierung des Flüchtlingslagers Moria.

Am Samstag Nachmittag forderten Demonstrantinnen und Demonstranten vor dem Bundeshaus die Evakuierung des Flüchtlingslagers Moria.

Leserreporterin

(gb.) Bei einer Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern forderten Demonstrantinnen und Demonstranten am Samstag die Evakuierung des griechischen Flüchtlingslagers Moria. Dieses geriet Anfang September in Brand, worauf sich die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort drastisch verschlechterten. Mit Plakaten und Transparenten forderten die Demonstrierenden Justizministern Karin Keller-Sutter deshalb auf, die betroffenen Flüchtlinge aufzunehmen.

Eine Teilnehmerin der Kundgebung beschreibt die Stimmung auf dem Bundesplatz gegenüber CH Media als «sehr friedlich». Es habe viele Reden gegeben, denen die Anwesenden aufmerksam zugehört hätten. «Die Stimmung war schön, aber auch traurig», sagt die Demonstrantin. Sie schätzt die Anzahl Teilnehmerinnen auf circa 2000 Personen.

Die Kantonspolizei Bern spricht ebenfalls von einer friedlichen Stimmung. Der Einsatz sei aber noch im Gang, sagt eine Sprecherin auf Anfrage von CH Media. Nach der bewilligten Platzkundgebung habe sich nun ein Umzug formiert. Dieser sei nicht bewilligt und werden von der Polizei begleitet, so die Sprecherin. Angaben zur geschätzten Anzahl Personen machte die Kantonspolizei nicht.

Vor Ort waren auch die Grünen mit ihrem Präsidenten Balthasar Glättli. In einer Botschaft auf Twitter fordert er, die Menschen müssten sofort aus den «unmenschlichen Lagern» evakuiert werden. «Wir haben die Möglichkeit, ihnen Schutz zu gewähren», so Glättli auf Twitter.

Papierflieger sollten die Forderungen der Kundgebung zu Karin Keller-Sutter bringen.

Papierflieger sollten die Forderungen der Kundgebung zu Karin Keller-Sutter bringen.

Leserreporterin