Der EuroAirport gerät wegen der Coronakrise in Turbulenzen

Die Coronakrise schlägt am Flughafen Basel-Mullouse voll durch: Massiver Frequenzeinbruch um 99,8 Prozent. Und der EuroAirport erwartet sogar Nachwirkungen bis 2023.

Andreas Schwald
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Am Euro-Airport hob während der Coronakrise kaum noch ein Flugzeug ab.

Am Euro-Airport hob während der Coronakrise kaum noch ein Flugzeug ab.

Kenneth Nars / BLZ

Am EuroAirport Basel-Mulhouse sind im März und April aufgrund der Coronakrise die Passagierzahlen gegenüber der Vorjahresperiode um 99,8 Prozent eingebrochen. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Frachtflüge einigermassen konstant geblieben.

Der EuroAirport verzeichnete noch bis 2019 jährlich steigende Rekordzahlen bei den Passagieren. Ende Jahr waren es 9,1 Millionen Passagiere, die über den trinationale Flughafen verkehrt hatten. Auf Ende 2020 rechnet die Flughafenleitung nun im schlimmsten Fall mit einem Einbruch von rund 80 Prozent, was einer Reduktion der Passagierzahlen auf 1,8 Millionen entspricht.

Personalkosten stark reduziert

Entsprechend sei die Sicherung der Liquidität nun prioritär, wie Flughafendirektor Matthias Suhr am Mittwoch vor den Medien sagte. Das Investitionsbudget wurde auf einen Fünftel des Vorgesehen reduziert, ebenfalls würden die Personalkosten stark reduziert. 2019 setzte der Flughafen noch 157,5 Millionen Euro um und verzeichnete einen Gewinn von 24,3 Millionen Franken. Dies wird sich 2020 wegen des Stillstands im April und Mai sowie den Folgen des Lockdowns drastisch reduzieren.

Die Fluggesellschaften, allen voran EasyJet und Wizzair, nehmen nun schrittweise den Betrieb wieder, ab 1. Juli sollen wieder rund 80 Destinationen anflugbar sein. Als Platzhirsch wird Easyjet für den Sommer 50 Destinationen anbieten, Wizzair 13, TUIfly 7, Turkish Airlines 2 Destinationen. Weitere acht Fluggesellschaften werden je eine Destination ab Sommer 2020 anfliegen. Die Frequenz der Flüge wird allerdings deutlich geringer sein als bisher gewohnt.