Direktor der Zürcher Verkehrsbetriebe: BAG soll bei Schutzmasken Klarheit schaffen

In den Zürcher Trams, Bussen und S-Bahnen tragen nur 5 bis 10 Prozent der Passagiere eine Schutzmaske. Laut dem Chef der Zürcher Verkehrsbetriebe hat der Bund in der Sache Verwirrung gestiftet und soll nun Klarheit schaffen.

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Sie sind eine kleine Minderheit: Fahrgäste, die in den Zürcher Trams eine Maske tragen.

Sie sind eine kleine Minderheit: Fahrgäste, die in den Zürcher Trams eine Maske tragen.

Keystone

(gb.) In einem Interview mit der NZZ äussert Franz Kagerbauer, Direktor des Zürcher Verkehrsbundes, Kritik am Bundesamt für Gesundheit. «Es ist Zeit, Klarheit zu schaffen: Wer eine Maske trägt, schützt seine Mitmenschen», so Kagerbauer. Zu Beginn der Pandemie habe man vom Amt gehört, die Masken würde nicht viel bringen. Dadurch sei Verwirrung entstanden. Laut Kagerbauer tragen nun gerade mal 5 bis 10 Prozent der Passagiere der Zürcher Verkehrsbetriebe eine Maske.

Konkret fordert Kagerbauer, dass das Bundesamt besser auf die Städte eingeht: «In dichtbesiedelten Räumen wie hier in Zürich herrschen andere Verhältnisse als in ländlichen Regionen. Das sollte berücksichtigt werden». Man unternehme diesbezüglich «Anstrengungen in Richtung Bern», so Kagerbauer in der NZZ.

Kagerbauer ist, wie er der NZZ sagte, im Moment gegen eine Maskenpflicht. Es sei richtig, auf die Eigenverantwortung zu setzen. Aber: «Um das zu vermitteln, müssen wir, der Bund und die Branche zusammen, noch grosse kommunikative Anstrengungen unternehmen». Gegen die Pflicht spricht für Kagerbauer unter anderem, dass sie in der Praxis schwierig durchzusetzen sei, etwa weil die Transportpolizei zu wenig dotiert sei.