Economie-Suisse-Chef Heinz Karrer geht alles zu langsam

Der Wirtschaftsverband Economiesuisse fährt der Landesregierung an den Karren: In der Sonntagspresse äussert ihr Präsident Heinz Karrer prominent Kritik.

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Heinz Karrer von der Economiesuisse sieht schwere Zeiten auf die Schweizer Wirtschaft zukommen.

Heinz Karrer von der Economiesuisse sieht schwere Zeiten auf die Schweizer Wirtschaft zukommen.

Keystone

(wap) «Die Firmen sind bereit. Sie wissen, wie sie die Schutzmassnahmen einhalten können. Nun sollen sie die Verantwortung übernehmen», sagt Economiesuisse-Chef Heinz Karrer in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag. » Er hält es für falsch, dass die meisten Läden erst am 11. Mai wieder aufmachen dürfen. Der richtige Zeitpunkt für die Öffnung wäre bereits an diesem Montag gewesen, so Karrer.

Karrer äussert sich in dem Interview sehr pessimistisch zur wirtschaftlichen Zukunft. Die Arbeitslosigkeit werde auf bis zu fünf Prozent ansteigen, es werde eine Konkurswelle geben. In einer solchen Situation komme es auf jede Woche an. Für die medizinischen Bedenken wegen einer zweiten Epidemiewelle äussert er Verständnis. «Die wollen auch wir nicht. Um sie zu verhindern, müssen wir aber die Schutzvorkehrungen konsequent einhalten und nicht einen grossen Teil der Wirtschaft noch länger auf Eis legen», sagt er im Interview.