Erster Corona-Fall in der Armee – immer mehr Ansteckungen im Mittelland

Eine Woche nach dem ersten Schweizer Corona-Fall im Tessin breitet sich das neuartige Virus immer mehr im Mittelland aus. Und die Armee meldet die erste Erkrankung eines WK-Soldaten.

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Im Tessin werden vor Spitälern Zelte zur Erstbeurteilung von möglichen Infizierten aufgestellt.

Im Tessin werden vor Spitälern Zelte zur Erstbeurteilung von möglichen Infizierten aufgestellt.

Davide Agosta / KEYSTONE/TI-PRESS

(sat) Trat die erste Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus noch im Tessin auf, breitet sich das ­Virus eine ­Woche später in der Schweiz vorab im Mittelland aus. Und auch die Armee hat es am Montag zum ersten Mal erwischt.

Konkret gab ein Soldat beim Einrücken in einen Wiederholungskurs im bernischen Aarwangen am Montag an, er habe sich zuletzt in Mailand aufgehalten. Darauf wurde er laut Armeeangaben von seinen Kollegen isoliert und auf die Krankenab­teilung des Waffenplatzes gebracht. Der Zustand des ersten Corona-­Patienten der Armee ist laut einem Sprecher stabil.

Sommaruga bläst Frauengipfel ab

Der Bundesrat hat derweil am Dienstag entschieden, dass der ­Diagnostiktest des neuen Corona-Virus neu von der obligatorischen Krankenversicherung mit 180 Franken vergütet werden muss. Und Innenminister Alain Berset wird am 9. März nicht an die Konferenz der UNO-Kommission zum Status der Frauen in New York reisen. Ebenso hat am Frauentag selber Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ein für den 8. März geplantes Treffen mit Gemeinde- und Stadtpräsidentinnen aus der ganzen Schweiz abgesagt.

Im Aargau sowie in den Kantonen Tessin und Zürich sind am Dienstag je vier zusätzliche Ansteckungsfälle ­bekannt geworden. Allein an der Universität Zürich sind derzeit insgesamt sechs Studierende des Mathematischen Instituts von einer Ansteckungen betroffen. In den Kantonen Baselland und Waadt kamen zwei neue Fälle hinzu. Im Kanton Bern wurde – nebst dem ausserkantonalen Armeeangehörigen – in Interlaken ein vierter Fall bestätigt.

Damit gab es am Montagabend einzig in der Ost- und Zentralschweiz – einmal abgesehen vom Fall des Zugers, welcher in einem Zürcher Spital liegt – sowie in den Kantonen Jura, Neuenburg, Schaffhausen und Solothurn ­noch keine ­bestätigte Ansteckungs-Fälle mit dem neuartigen Corona-Virus.