Finanzausgleich: Insgesamt sinken die Zahlungen um 76 Millionen

Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) hat die Ausgleichszahlungen der einzelnen Kantone für das Jahr 2021 ermittelt. Insgesamt sinken die Zahlungen gegenüber dem Vorjahr. Dies, weil der Zielwert der garantierten Mindestausstattung gesenkt wird.

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Der Nationale Finanzausgleich soll Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone mildern. (Symbolbild)

Der Nationale Finanzausgleich soll Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone mildern. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Finanzausgleichszahlungen belaufen sich im Jahr 2021 auf insgesamt 5,2 Milliarden Franken. Das sind 76 Millionen Franken weniger als im Vorjahr 2020, wie die Eidgenössische Finanzverwaltung EFV am Dienstag bekannt gibt. Dies liegt unter anderem daran, dass der Zielwert der garantierten Mindestausstattung gegenüber dem Vorjahr von 87,7 auf 87,1 Prozent des schweizerischen Mittels gesenkt wird.

Der Nationale Finanzausgleich (NFA) regelt seit 2008 die Ausgleichszahlungen zwischen einkommensschwachen und -reichen Kantonen. Dies geschieht mittels dreier Ausgleichstöpfe: dem Ressourcenausgleich, dem Lastenausgleich und dem Härteausgleich.

Mit dem Ressourcenausgleich erhalten Kantone, welche über unterdurchschnittliche Ressourcen verfügen, finanzielle Mittel vom Bund. Dies ist bei einem Ressourcenindex von unter 100 der Fall. 2021 steigt der Index bei 14 Kantonen an, bei 12 Kantonen ist er rückläufig. Die grössten Zunahmen entfallen auf die Kantone Zug (+4,0 Indexpunkte), Appenzell Innerrhoden (+3,5) und Bern (+2,8). Am stärksten sinkt der Ressourcenindex in den Kantonen Genf (-5,9 Indexpunkte), Schwyz (-5,6) und Nidwalden (-4,5).

Zürich bleibt grösster Geber- Bern grösster Nehmerkanton

Am stärksten belastet wird der Kanton Zürich mit 501,8 Millionen Franken. Allerdings zahlt er 15 Millionen Franken weniger als 2020. An zweiter Stelle folgt Zug mit rund 331 Millionen Franken und Genf mit rund 188 Millionen Franken, wobei letzterer Kanton 87 Millionen Franken weniger zahlt als im Vorjahr.

Der grösste Nehmerkanton bleibt der Kanton Bern mit 888,2 Millionen Franken, auch wenn er 214 Millionen Franken weniger erhält als 2020. Der Aargau erhält 492,5 Millionen (+31,9 Millionen) Franken und Wallis erhält 787,2 Millionen (+28,2 Millionen) Franken.

Der ordentliche Beitrag des Bundes an den Lastenausgleich beträgt im Jahr 2021 knapp 721 Millionen Franken. Aufgrund der negativen Teuerung sei dieser Betrag gegenüber 2020 um 1,1 Prozent gesunken, teilt die Finanzverwaltung mit. Der Bericht der EFV wird den Kantonen zur Stellungnahme unterbreitet. Die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren wird an ihrer Plenarversammlung vom 25. September 2020 zu den Berechnungen Stellung nehmen.