Finanzen
Auch wegen Coronahilfen: Schweiz zahlte 2020 mehr für Entwicklungshilfe

Die Schweiz wendete letztes Jahr 3,34 Milliarden Franken für die öffentliche Entwicklungshilfe auf. Wegen der Coronakrise fiel der Betrag höher aus als im Vorjahr.

Drucken
Teilen
2020 sprach das Parlament einen Zusatzkredit, um die internationalen Folgen der Coronakrise abzufedern. (Symbolbild)

2020 sprach das Parlament einen Zusatzkredit, um die internationalen Folgen der Coronakrise abzufedern. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Der Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen (BNE) betrug im vergangenen Jahr 0,48 Prozent, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag mitteilte. 2019 waren es 0,42 Prozent. Die Erhöhung hat insbesondere mit dem Zusatzkredit zu tun, den das Parlament im Juni zur Abfederung der Auswirkungen der Coronapandemie getroffen hat. Laut dem EDA beläuft sich der zusätzlich anrechenbare Betrag an die öffentliche Entwicklungshilfe auf 159 Millionen Franken.

Mit 3,34 Milliarden Franken überstieg der Gesamtbetrag den Wert des Vorjahres um 263 Millionen. Gemäss neusten Schätzungen wird der Anteil der Entwicklungshilfe am BNE auch in den nächsten Jahren noch leicht höher sein als vor der Pandemie. Laut dem EDA dürfte die Quote für 2021 bis 2024 rund 0,44 Prozent betragen.

Die UNO fordert seit 1970, dass die Industrieländer 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe aufwenden. Gemäss Mitteilung haben unter anderem Schweden, Norwegen, Luxemburg, Dänemark, Deutschland und Grossbritannien 2020 den von der UNO geforderten Anteil erreicht.

Aktuelle Nachrichten