Geschlossene Grenzen führen zu
deutlich weniger Asylgesuchen

In der Schweiz wurden im April über 600 Asylgesuche weniger gestellt als noch im Vormonat. Der Grund sind die geschlossenen Grenzen in Europa.

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Eingang beim Bundesasylzentrum in Zürich.

Eingang beim Bundesasylzentrum in Zürich.

Keystone

(mg) Die geschlossenen Grenzen schlagen auf die Asylzahlen durch. Im April wurden 332 Asylgesuche eingereicht, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilt. Das sind 631 weniger als noch im März und 786 weniger als noch im Vorjahresmonat. Am meisten Gesuche stellten im April Asylbewerber aus Eritrea (96 Gesuche), gefolgt von Syrien (40 Gesuche) und Afghanistan (26 Gesuche).

1309 Asylgesuche wurden im April in erster Instanz behandelt. Dabei erhielten 381 Personen Asyl und 432 wurden vorläufig aufgenommen. Zudem wurden 158 Nichteintretensentscheide gefällt, davon 126 auf Grundlage des Dublin-Abkommens. Die Einschränkungen bezüglich Grenzverkehr spürt die Schweiz auch bei den Überstellungen deutlich. Infolge der Corona-Beschränkungen sind alle Dublin-Überstellungen ausgesetzt. Im April haben 68 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen oder wurden rückgeführt, wie das SEM schreibt.