Bald gibts das Ticket wieder direkt im Bus - Gewerkschaft fordert Schutzmassnahmen

Postauto plant, wieder Tickets durch die Fahrerkabinen zu verkaufen. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals will sich dagegen wehren, sollte der gesundheitliche Schutz nicht ausreichen.

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Die Gewerkschaft des Fahrpersonals will sicherstellen, dass der Ticketverkauf nur bei ausreichendem Schutz für die Fahrerinnen und Fahrer stattfindet. (Symbolbild)

Die Gewerkschaft des Fahrpersonals will sicherstellen, dass der Ticketverkauf nur bei ausreichendem Schutz für die Fahrerinnen und Fahrer stattfindet. (Symbolbild)

Keystone

(gb.) Wegen der Coronapandemie war es in den letzten Monaten nicht möglich, Bus-Tickets beim Fahrpersonal zu lösen. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonal spricht in einer Mitteilung davon, dass die Regelung per 19. Juni aufgehoben werden soll und fordert Schutzmassnahmen wie Plexiglas-Scheiben und Handschuhe. Sollte das Personal nicht ausreichend geschützt werden, dürfe kein Verkauf stattfinden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Postauto bestätigt auf Anfrage von CH Media, dass an der Aufhebung des Verbots von Ticketkäufen im Bus gearbeitet werde. «Die Kundinnen und Kunden fragen derzeit nach diesem Service», sagt Mediensprecher Ben Küchler. «Das Datum vom 19. Juni können wir aber nicht bestätigen. Wir befinden uns noch in der Planungsphase.»

Postauto ist die Systemführerin aller öffentlichen Transportunternehmen der Strasse. Somit käme der Entscheid einer Empfehlung für alle anderen Busbetriebe der Schweiz gleich. Laut Küchler will Postauto bald in der Sache kommunizieren und das Schutzkonzept gegebenenfalls ergänzen.