Grenzen öffnen ab Mitternacht: Endlich dürfen sich Paare wieder herzen

Die Schweiz, Österreich und Deutschland öffnen ab dem 15. Juni ihre Grenzen. Liebespaare, Verwandte und Schrebergarten-Besitzer dürfen bereits heute wieder einreisen — müssen aber eine Deklaration ausfüllen.

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Unverheiratete, bi-nationale Paare dürfen sich ab Mitternacht wieder besuchen.

Unverheiratete, bi-nationale Paare dürfen sich ab Mitternacht wieder besuchen.

Keystone

(sku) Das verkündete Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration, an der Pressekonferenz des Bundes vom Freitag. Demnach werden die Grenzen zu Deutschland und Österreich ab heute für unverheiratete, bi-nationale Paare und Familienmitglieder sowie für Schrebergarten- und Zweitwohnungsbesitzer wieder geöffnet. Das Gleiche gilt für Besitzer von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen und für Personen, die Tiere versorgen müssen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) habe realisiert, dass es sich in vielen Bereichen ausserhalb der Ehe um «grenzüberschreitende Lebensrealitäten» handle, sagte Gattiker.

Ab dem 8. Juni werde dann die Personenfreizügigkeit mit der EU schrittweise wiederhergestellt. Sofern es die pandemische Entwicklung zulässt, sollen zudem sämtliche Reisebeschränkungen zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich am 15. Juni aufgehoben werden. An der Grenze zu Italien bleiben alle Einreisebeschränkungen bis auf Weiteres in Kraft.

Auch wenn die Grenzen nun wieder passiert werden können, sei die Einreise faktisch verboten, informierte Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV). Denn alle anderen Einreisebeschränkungen seien weiterhin in Kraft. Wer einreisen will, muss eine Selbstdeklaration mitführen. Das Formular sei in allen drei Ländern einheitlich. Der Einkaufstourismus ist demnach laut Bock nach wie vor verboten.

Viele Pendler tragen im öV keine Maske

Vincent Ducrot, CEO der SBB, informierte an der Medienkonferenz über die erneuten Änderungen im Fahrplanwechsel. Heute würden bereits wieder 90 Prozent der Züge fahren. Der Start zurück zum normalen Fahrplan sei gut gelungen. Ducrot stellte fest, dass die Frequenzen wieder steigen. Trotzdem würden viele Pendler keine Maske tragen. Da brauche es noch mehr Sensibilisierung seitens des SBB-Personals.

«Die nächsten Schritte sind nun an die Grenzöffnungen gekoppelt», sagte Ducrot. Am 8. und 15. Juni sollen weitere Züge wieder in den Fahrplan aufgenommen werden. Von diesen Schritten ausgenommen seien Nachtzüge.