Günstigere Medikamente

Sparpotenzial von 60 Millionen Franken: BAG senkt Preise für Arzneimittel

Das Bundesamt für Gesundheit hat die Preise von mehr als 300 Arzneimitteln gesenkt. Dadurch werden Einsparungen von mindestens 60 Millionen Franken erwartet.

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Das Bundesamt für Gesundheit hat die Preise von mehr als 300 Arzneimitteln gesenkt. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Gesundheit hat die Preise von mehr als 300 Arzneimitteln gesenkt. (Symbolbild)

Keystone

(sre) Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für das Jahr 2020 die Preise von mehr als 300 Arzneimitteln um durchschnittlich elf Prozent gesenkt. Wie das BAG am Freitag mitteilt, werden im Rahmen der dreijährlichen Überprüfung Einsparungen von mindestens 60 Millionen Franken erwartet.Das BAG prüft seit 2017 jedes Jahr bei einem Drittel der Arzneimittel der Spezialitätenliste, ob sie wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind. Im Jahr 2020 startete der Zyklus erneut.

Überprüft werden die Aufnahmebedingungen und die Preise von Arzneimitteln. Bisher habe das BAG bei mehr als 200 der knapp 400 fertig überprüften Originalpräparate Preissenkungen verfügt.Allerdings ist nicht sicher, ob alle umgesetzt werden: Bei einzelnen Medikamenten haben die Zulassungsinhaberinnen Beschwerden angekündigt. Bei knapp der Hälfte der Arzneimittel sei keine Preissenkung notwendig, da diese im Vergleich zu den Referenzländern und im Vergleich zu anderen Arzneimitteln weiterhin wirtschaftlich seien.

Mehr Einsparungen realisiert

Gleichzeitig mit den Originalpräparaten seien Generika, Co-Marketing-Arzneimittel und Biosimilars überprüft worden. Bei gut 50 Prozent dieser Arzneimittel führe die Überprüfung ebenfalls zu einer Preissenkung.
Der derzeitige Stand der Überprüfung führt zu Einsparungen von mindestens 60 Millionen Franken. Die Preissenkungen für diese Arzneimittel sollen per 1. Dezember umgesetzt werden. Die Überprüfung der restlichen Arzneimittel soll bis zum 1. Februar 2021 abgeschlossen werden können.

Die Überprüfung des Jahres 2019 konnte inzwischen definitiv abgeschlossen werden. Es resultieren Einsparungen von knapp 120 Millionen Franken, mehr als die im Herbst geschätzten 100 Millionen.