In Corona-Lockdown: Zollverwaltung büsste 2500 Einkaufstouristen

Wer im nahen Ausland seine Einkäufe tätigen wollte, musste sich in der Coronakrise gedulden. Das hielt einige Einkaufswillige jedoch nicht vom Gang über die Grenze ab, wie die Zahl der gebüssten Personen zeigt.

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Ist nun wieder erlaubt: Im nahen Ausland seine Einkäufe tätigen. (Symbolbild)

Ist nun wieder erlaubt: Im nahen Ausland seine Einkäufe tätigen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Insgesamt verhängte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) in 8848 Fällen Bussen wegen Verstosses gegen die Coronamassnahmen des Bundes. In 2458 Fällen gingen den Zöllnern Einkaufstouristen ins Netz, die Waren über die Grenze bringen wollten, wie die EZV am Dienstag mitteilte. Die Gebüssten zeigten sich zumeist einsichtig. Darauf deutet der Umstand, dass nur in 51 Fällen eine Beschwerde gegen die Busse eingereicht wurde.

Die Zahlen der Zollverwaltung belegen weiter, dass der Grenzverkehr schon fast wieder auf dem Niveau vor der Coronakrise angelangt ist. Aktuell liegt der Wert zehn Prozent darunter. Zwischenzeitlich war der grenzüberschreitende Personenverkehr schweizweit um bis zu 80 Prozent eingebrochen.

Die Zöllner wiesen in der Zeit zwischen Mitte März und Juni 112'049 Personen an der Grenze zurück. 16'854 Menschen, die sich in einer Situation der äussersten Notwendigkeit befanden, durften in die Schweiz reisen.