Kanton Bern schliesst Rechnung 2019 mit einem Überschuss von 265 Millionen Franken

Die Jahresrechnung weist einen höheren Überschuss aus als der Voranschlag. Mit Blick auf die Coronakrise seien die finanzpolitischen Perspektiven allerdings unsicher. 

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Die Jahresrechnung von 2019 ist für den Berner Regierungsrat ein «erfreuliches Ergebnis», doch die Coronakrise werde den Finanzhaushalt beeinträchtigen.

Die Jahresrechnung von 2019 ist für den Berner Regierungsrat ein «erfreuliches Ergebnis», doch die Coronakrise werde den Finanzhaushalt beeinträchtigen.

Keystone

(dpo) Bei einem Aufwand von 11,2 Milliarden Franken und einem Ertrag von 11,5 Milliarden Franken schliesst der Kanton Bern das letzte Jahr mit einem Überschuss von 265 Millionen Franken ab, wie die Berner Finanzdirektorin Beatrice Simon am Dienstag bei der Präsentation der Jahresrechnung erklärte. Der Voranschlag für 2019 hatte mit einem kleinerem Plus von 123 Millionen Franken gerechnet.

Mit 374 Millionen lagen die Nettoinvestitionen insgesamt 62 Millionen  Franken unter dem Budget. Der Regierungsrat sei derzeit dabei, die Gründe für die erneuten Budgetunterschreitungen zu analysieren. In den kommenden Jahren erwartet er einen stark steigenden Investitionsbedarf. Deshalb sei es ein «vordringliches Ziel», die geplanten Mittel auch vollumfänglich auszuschöpfen.

Massive Beeinträchtigung durch Coronakrise

Auf der Ertragsseite habt laut Simon die doppelte Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zu einem Mehrertrag von 81 Millionen Franken geführt. Zudem verzeichnete der Kanon Mehrerträge bei den Steuern. Mit 70 Millionen Franken liege auf der Aufwandseite insbesondere der Personalaufwand unter dem Budget. Dies sei auf vakante Stellen sowie auf die Auflösung von Rückstellungen für Pensionskassenforderungen zurückzuführen.

Mit Blick auf die Coronakrise werde der kantonalen Finanzhaushalt allerdings massiv beeinträchtigt, sagte Finanzdirektorin Beatrice Simon. Deshalb wird der Regierungsrat die bisherigen Planzahlen hinsichtlich der Steuererträge nach unten anpassen. Das Ausmass der Beeinträchtigung liesse sich noch nicht abschätzen, aber die finanzpolitischen Aussichten seien «mit sehr grossen Unsicherheiten» behaftet.