Kantone und Wirtschaft stellen sich hinter Landesausstellung in der Nordwestschweiz

Die Projektgelder für die «Svizra27» sind zusammen: Im Sommer soll ein Ideenwettbewerb für eine Landesausstellung in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn starten.

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Die Köpfe hinter «Svizra27»: Jost Huwyler, Präsident Kurt Schmid (M.) und Elisabeth Schneider-Schneider.

Die Köpfe hinter «Svizra27»: Jost Huwyler, Präsident Kurt Schmid (M.) und Elisabeth Schneider-Schneider.

Nicole Nars-Zimmer

(sat) Wo wird die nächste Landesausstellung stattfinden? In der Nordwestschweiz – das jedenfalls finden die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn. Wie die Projektverantwortlichen der «Svizra27» am Montag informierten, liegen bereits Zusagen um Unterstützung der fünf betroffenen Kantone vor. Ebenso solche von den betroffenen kantonalen Wirtschafts- und Gewerbeverbänden. Das Motto der «Svizra27» soll «Mensch-Arbeit-Zusammenhalt» sein.

Die zugesicherte Unterstützung sei ein «Meilenstein», wird «Svizra27»-Präsident Kurt Schmid in der Mitteilung zitiert. Damit sei die Projektarbeit für eine neue Landesausstellung bis 2021 gesichert. Schmid: «Einem öffentlichen Wettbewerb steht nichts mehr im Weg.» Dieser soll im Sommer stattfinden. Ein Jahr später soll das Siegerprojekt feststehen und beim Bund eingereicht werden.

«Svizra27» soll laut dem gleichnamigen Verein jedoch «nicht als ‹Arbeits-Gebrauchsanleitung› für die Zukunft verwendet werden können». Vielmehr solle die Nordwestschweizer Landesausstellung «zum Laboratorium der Schweiz zum Thema Arbeit werden».

Zwei Projekte bereits gescheitert – zwei Konkurrenten bleiben

Neben dem Projekt «Svizra27» gab und gibt es seit der Expo.02 verschiedene weitere Projekte für eine neue Landesausstellung. So hätte in den Kantonen Uri, Tessin, Graubünden und Wallis bereits dieses Jahr die «Gottardo 2020» stattfinden sollen. Start zu diesem Spektakel sollte bereits zwei Jahre früher sein – zeitgleich mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Ebenfalls bereits gescheitert ist «Ostschweiz 2027»: Das Konzept «Drei Landschaften. Zwei Welten. Ein Abenteuer» ist in den Kantonen St. Gallen und Thurgau 2016 jedoch vom Stimmvolk versenkt worden. Ebenfalls einbezogen worden wäre Appenzell Ausserrhoden.

Damit sind als mögliche nächste Landesausstellungen nebst «Svizra27» noch zwei Projekte in Diskussion: Einerseits «X-27» – dabei will ein privater Verein den bis dahin noch nicht vollständig zum Innovationspark umgenutzten Militärflugplatz Dübendorf für eine Landesausstellung nutzen. Laut Homepage finden bereits regelmässig dezentrale «X-27»-Treffen von involvierten Branchenvertretern statt.

Andererseits besteht die Idee «Städte-NEXPO»: Hierzu haben sich die zehn grössten Städte des Landes vor drei Jahren auf eine gemeinsame Landesausstellung geeinigt. Diese soll frühestens 2030 dezentral stattfinden. Laut Homepage läuft die Lancierungsphase der «Städte-NEXPO» noch bis Mitte diesen Jahres.