Keine Entspannung absehbar: Alain Berset tauscht sich mit Kulturvertretern aus

Die Kulturbranche leidet derzeit unter der zweiten Coronawelle. Veranstaltungen werden eingeschränkt, mancherorts gar verboten. Nun gab es einen Austausch mit Bundesrat Alain Berset.

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Alain Berset und Isabelle Chassot empfingen am Montag eine Delegation aus der Schweizer Kulturwelt.

Alain Berset und Isabelle Chassot empfingen am Montag eine Delegation aus der Schweizer Kulturwelt.

Keystone

(agl) Die neuen Massnahmen von Bund und Kantonen haben die Situation für die Kulturinstitutionen weiter verschärft. Dies zeigte ein Treffen von Innenminister Alain Berset und der Direktorin des Bundesamts für Kultur Isabelle Chassot mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kultursparten. Wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) in einer Mitteilung schreibt, haben die Gespräche zudem bestätigt, dass eine Entspannung der Lage für den Kultursektor vor dem Hintergrund der zweiten Pandemiewelle nicht absehbar ist.

Keine Informationen gibt das EDI über allfällige weitere Unterstützungsmassnahmen. Am 25. September hat das Parlament einer Weiterführung der Unterstützung von Kulturschaffenden und Kulturvereinen im Laienbereich zugestimmt und für das Jahr 2021 Mittel in der Höhe von 130 Millionen Franken gesprochen. Betroffene könnten laut dem EDI bereits jetzt wieder Gesuche um Soforthilfen bei den zuständigen Stellen einreichen. Ob diese Mittel zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Kultursektors ausreichen, werde sich weisen müssen, sagte Bundesrat Berset gemäss der Mitteilung.

Bereits im März hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket für den Kultursektor beschlossen und stellte dafür Mittel in der Höhe von 280 Millionen Franken zur Verfügung. Die Gesuche um Unterstützung der Kulturschaffenden und Kulturvereine der ersten Phase sind laut Mitteilung inzwischen bearbeitet, die Prüfung der Gesuche um Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende durch die Kantone sei zu rund 70 Prozent abgeschlossen.