Kinder an Schweizer Schulen sollen stärker für Rassismus sensibilisiert werden

Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus will künftig stärker gegen Rassismus an Schulen vorgehen. So soll zum Beispiel die Rolle der Schweiz während des Kolonialismus vermehrt thematisiert werden.

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Schülerinnen und Schüler sollen besser über Rassismus Bescheid wissen.

Schülerinnen und Schüler sollen besser über Rassismus Bescheid wissen.

Michel Canonica

(agl) Für die Kommission müsse die Schule ein Ort sein, wo sich Kinder frei entfalten können und nicht von rassistischer Diskriminierung gebremst werden sollen, sagte Leiterin Alma Wiecken am Dienstag gegenüber «Radio SRF». Rassismus soll auf dem Pausenplatz und im Schulzimmer keinen Platz haben. Schülerinnen und Schüler sollen wissen, woher bestimmte Bilder und Stereotype stammen. Denn Themen wie die Rolle der Schweiz während des Kolonialismus würden in der Schule gemäss Wiecken «vielleicht zu wenig beachtet werden».

Die Kommission will nun in den kommenden Jahren die Lehrmittel unter die Lupe nehmen und Besuche an Schulen machen. Ebenfalls ansetzen müsse man bei der Ausbildung und Sensibilisierung der Lehrpersonen, so Wiecken gegenüber «Radio SRF». Oft erlebe sie, dass diese mit dem Thema überfordert sein könnten.