Kita-Aufsicht Zürich: Betrugsvorwurf gegen Globegarden konnte nicht erhärtet werden

Ein Medienbericht hat dem Kitabetreiber Globegarden im Februar unter anderem vorgeworfen, seine Belegungslisten zu fälschen. Der Vorwurf konnte laut Krippenaufsicht der Stadt Zürich aber nicht erhärtet werden.

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Der Kita-Kette Globegarden wurde vorgeworfen, ihre Belegungslisten zu fälschen. Dies liess sich laut Krippenaufsicht der Stadt Zürich nicht erhärten

Der Kita-Kette Globegarden wurde vorgeworfen, ihre Belegungslisten zu fälschen. Dies liess sich laut Krippenaufsicht der Stadt Zürich nicht erhärten

Keystone

(dpo) Die Krippenaufsicht der Stadt Zürich hat zwischen März bis Juni 2020 die Kitas von Globegarden einer Schwerpunktprüfung unterzogen. Dies, nachdem das Online-Magazin «Republik» dem grössten Kitabetreiber der Stadt Zürich unter anderem vorgeworfen hat, dass er systematisch seine Belegungslisten fälsche. Nun hat die Krippenaufsicht ihre Schwerpunktprüfung abgeschlossen. Dabei konnte der Betrugsvorwurf nicht erhärtet werden, wie das Sozialdepartement der Stadt Zürich am Donnerstag mitteilt.

Ab Ende Februar habe die Krippenaufsicht jede Einrichtung von Globegarden mindestens einmal unangemeldet besucht, wobei von Mitte März bis Mitte Mai wegen der Coronapandemie keine Besuche stattgefunden hätten. Bei den Besuchen habe die Krippenaufsicht jeweils die Anzahl Kinder, deren Alter sowie den Personaleinsatz in den einzelnen Gruppen kontrolliert. Zudem hat die Krippenaufsicht laut Mitteilung die Präsenzlisten und Arbeitspläne kontrolliert und mit dem Zustand vor Ort verglichen.

Vorgaben nicht immer eingehalten

Der Betrugsvorwurf liess sich zwar nicht erhärten, dafür sieht die Krippenaufsicht «Verbesserungspotenzial» in den Kitas von Globegarden. So seien die Vorgaben zu Platzzahl, Betreuungsschlüssel und Personaleinsatz nicht an allen Standorten eingehalten worden. Im Kanton Zürich sieht der Betreuungsschlüssel sieben Kindern pro Betreuungsperson vor.

Die Verantwortlichen von Globegarden haben gemäss Mitteilung zugesichert, die Regelverletzungen zu beheben. Die zukünftige Entwicklung werde im Rahmen der regulären Aufsichtstätigkeit weiterhin überprüft. Globegarden zeigt sich in einer Stellungnahme vom Donnerstag «erfreut» über die Ergebnisse der Schwerpunktprüfung. «Wir fühlen uns bestätigt, dass wir den eigenen hohen Qualitätsansprüchen und den einschlägigen Vorschriften gerecht werden», wird die Co-Geschäftsführerin Christina Mair zitiert.

Derweil läuft beim Kanton Zug ein Verfahren, weil Globegarden ihren Standort in Rotkreuz zu Beginn ohne Bewilligung geführt haben soll. Globegarden zählt laut eigenen Angaben über 50 Einrichtungen und über 800 Mitarbeitende in der Schweiz.