Kommission des Nationalrats will Fussball- und Eishockeyligen unter die Arme greifen

Die Sportverbände und Sportligen sollen nicht länger für die Darlehen der Clubs haften. Das fordert die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Sport des Nationalrats (WBK) in einer neuen Motion.

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Die Kommission des Nationalrats will den Eishockey- und Fussballverbänden durch die Krise helfen. (Symbolbild)

Die Kommission des Nationalrats will den Eishockey- und Fussballverbänden durch die Krise helfen. (Symbolbild)

Keystone

(gb.) Mit der Aufhebung der 1000er-Regel durch den Bundesrat haben die Schweizer Sportclubs diese Woche wieder etwas Licht am Ende des Tunnels erblicken können. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK) will einen Schritt weiter gehen und verlangt vom Bundesrat eine rasche Lösung für die Sicherung des Betriebs der Fussball- und Eishockeyligen. Wie die WBK am Freitag mitteilte, wurde eine entsprechende Motion mit 18 Ja-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen.

Die Motion verlangt eine Änderung des Sportförderungsgesetzes. Unter anderem sollen die Sportverbände und Sportligen nicht mehr für die Darlehen der Clubs haften müssen. Zudem sollen maximal 35 Prozent der jährlichen Rückzahlungsrate des Darlehens als Sicherheit hinterlegt werden müssen. Zugang zu den Darlehen sollen auch jene Clubs haben, welche bereits Hilfe im Rahmen der Covid19-Verordnung in Anspruch genommen haben.

Wasserfallen will, dass Ständerat nachzieht

In ihrer Mitteilung schreibt die Kommission, sie habe im Vorfeld Claudius Schäfer – den Präsidenten der Swiss Football League – und Denis Vaucher – den Ligadirektor des Schweizer Eishockey – angehört. Man habe sich «kritisch mit den Positionen der Fussball- und Eishockeyprofiligen auseinandergesetzt», heisst es in der Mitteilung wörtlich.

Kommissionsmitglied Christian Wasserfallen (FDP/BE) bezeichnet den Entscheid als «sehr wichtig». Es sei die letzte Chance, die Situation um die Sportförderung für die Profiklubs im Fussball und Eishockey zu deblockieren. Er fordert, dass die ständerätliche Kommission eine gleichlautende Motion einreicht. «Die Modalitäten des Förderungspakets müssen so gestaltet werden, dass die Sportklubs die Gelder beziehen können. Sonst bleiben die Gelder parkiert, und das bringt niemandem etwas», so Wasserfallen.