Kommission will lärmenden Autos und Töffs an den Auspuff

Überlaute Töffs und Auto sind für viele ein Ärgernis. Eine Kommission des Nationalrats will nun Massnahmen mit der Lärmsünder einfacher und stärker sanktioniert werden können.

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Eine deutsche Polizeieinheit im Einsatz gegen Autoposer. (Symbolbild)

Eine deutsche Polizeieinheit im Einsatz gegen Autoposer. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Heulende Motoren, knallende Auspuffe, quietschende Reifen: Was für viele Auto- und Töfffreaks Musik in den Ohren ist, treibt andere in den Wahnsinn. Und die Lärmsensiblen haben Gehör bei der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (Urek) gefunden. Diese will mittels Kommissionsmotion «Massnahmen gegen illegal getunte Fahrzeuge, vollzugstauglichere Bestimmungen zur Sanktionierung von übermässig lautem Fahrverhalten sowie einfachere Kontrollen, zum Beispiel mithilfe von Lärmblitzern», wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilen.

Die neue Motion sei das Resultat einer breiten Diskussion, die durch die beiden parlamentarischen Initiativen, die von Aargauer SP-Nationalrätin Gabriela Suter lanciert worden sind. Diese hatte gar ein Fahrverbot für Motorräder mit über 95 Dezibel Standgeräusch gefordert. Diese Forderung fehlt nun in der Kommissionsmotion. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die parlamentarischen Initiativen und damit auch das Verbot von lauten Töffs erneut diskutiert. Der neue Vorstoss fand in der Kommission mit 15 zu 10 Stimmen eine solide Mehrheit.