Lehrerverband schlägt Alarm: Für das neue Schuljahr fehlen Lehrpersonen

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) zeigt sich äusserst besorgt über den Personalmangel an Schweizer Schulen. Die Coronakrise hat die Stellenbesetzung zusätzlich erschwert.

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Der Mangel an Lehrpersonen in der Schweiz hat sich zugespitzt. (Symbolbild)

Der Mangel an Lehrpersonen in der Schweiz hat sich zugespitzt. (Symbolbild)

Keystone

(nst) Auf allen Stufen fehlt es in der Schweiz an Klassenlehrpersonen. Vor allem in der Heilpädagogik, der Logopädie sowie im Fach Französisch ist die Lage kritisch. Auch Schulleitungsstellen sind schwer zu besetzen. Zu diesem Schluss gelangt eine Mitgliederumfrage des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH). Der Lehrpersonenmangel macht vor allem dem Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) zu schaffen, wie er am Montag schreibt. Der Verband fordert nun eine Steigerung der Berufsattraktivität durch bessere Anstellungsbedingungen sowie weitere langfristig wirksame Massnahmen.

Wie die Mitgliederumfrage zeige, seien die Unterschiede zwischen den Kantonen gross. Wie der Dachverband schreibt, erschweren nicht konkurrenzfähige Löhne und Anstellungsbedingungen die Besetzung offener Stellen massiv. Die steigenden Schülerzahlen und die anstehenden Pensionierungen von Lehrpersonen würden die Situation weiter verschärfen.

Aufgrund des fehlenden Personals werden Schulen deshalb in zahlreichen Kantonen gezwungen sein, unbefriedigende Notmassnahmen zu ergreifen. Ein Drittel der Schulleitenden konnte bereits im vergangenen Jahr nur teilweise stufen- oder fachqualifizierte Lehrpersonen einstellen. Gemäss des Dachverbands ist davon auszugehen, dass im neuen Schuljahr noch häufiger nicht genügend ausgebildetes Personal vor den Klassen stehen wird.