Leicht weniger Inhaftierte in Schweizer Gefängnissen

Ende Januar waren in der Schweiz 6906 Personen inhaftiert. Das sind knapp ein Prozent weniger Insassen in Schweizer Haftanstalten als am Stichtag ein Jahr zuvor.

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Im Laufe des vergangenen Jahres sind insgesamt 2,5 Millionen Tage Haft in den Schweizer Gefängnissen verbüsst worden.

Im Laufe des vergangenen Jahres sind insgesamt 2,5 Millionen Tage Haft in den Schweizer Gefängnissen verbüsst worden.

Andrea Stalder

(sat) Von den Ende Januar Inhaftierten waren 401 respektive 5,8 Prozent Frauen, teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mit. Die 7390 Haftplätze in den 100 Schweizer Justizvollzugseinrichtungen waren am Stichtag zu 93,5 Prozent belegt. Wie das BFS weiter schreibt, sind im Lauf des vergangenen Jahres insgesamt 2,5 Millionen Tage Haft verbüsst worden. Das entspricht einer durchschnittlichen Belegung der Anstalten von 6845 Personen respektive einem Plus von 1,9 Prozent.

Die Zahl der Haftplätze wiederum ist laut BFS im Berichtsjahr trotz rückläufiger Zahl der Justizvollzugseinrichtungen stabil geblieben.

So wenige Ausländer wie seit 15 Jahren nicht mehr

Am diesjährigen Stichtag waren 69,6 Prozent der Insassen Ausländerinnen und Ausländer mit oder ohne Wohnsitz in der Schweiz. Dies ist laut laut Bundesamt für Statistik der tiefste Wert seit 15 Jahren. Nahezu zwei Drittel befanden sich im Straf- oder Massnahmenvollzug, einschliesslich vorzeitigem Strafantritt, und knapp ein Drittel in Untersuchungs- und Sicherheitshaft.

Lediglich 5,6 Prozent waren aufgrund von Zwangsmassnahmen im Sinne des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG) inhaftiert. Über das ganze letzte Jahr gesehen erfolgten laut BFS rund 5400 Inhaftierungen im Rahmen von Zwangsmassnahmen im Sinne des AIG und somit 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr.