Levrat will sich am Corona-Hilfsplan der EU beteiligen - im Gegenzug für Lohnschutzmassnahmen

SP-Präsident Christian Levrat schlägt einen Deal mit der EU vor. Die Schweiz soll deren Corona-Hilfsplan mitfinanzieren, wenn die Schweizer Lohnschutzmassnahmen im Rahmenvertrag garantiert werden.

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SP-Parteipräsident Christian Levrat schlägt vor, dass der Bundesrat einen Deal mit der EU einfädelt.

SP-Parteipräsident Christian Levrat schlägt vor, dass der Bundesrat einen Deal mit der EU einfädelt.

Bild: Keystone

(agl) Die Schweiz werde nicht darum herumkommen, sich an den Wiederaufbaukosten der EU zu beteiligen, sagte Levrat gegenüber der «Sonntagszeitung». Anstatt abzuwarten und später höhere Beiträge für die Teilnahme am Binnenmarkt zu zahlen, solle sich die Schweiz «direkt am Corona-Hilfsplan beteiligen».

Im Gegenzug solle der Bundesrat bessere Bedingungen für das Rahmenabkommen fordern. Die Schweiz soll helfen, «wenn die EU die Schweizer Lohnschutzmassnahmen im Rahmenvertrag garantiert», so Levrat. Ein solcher Deal werde in der Linken Unterstützung finden.

Die Corona-Hilfen der EU dürften insgesamt fast 2,4 Billionen Euro kosten. In gewissen Sektoren sei deshalb von einem höheren EU-Budget auszugehen, was auch zu höheren Kosten für die Teilnahme an EU-Programmen führen könnte, bestätigt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA gegenüber der «Sonntagszeitung».