Maskenpflicht, Homeoffice, Sperrstunden für Clubs: Gesundheitsdirektoren fordern rasches Handeln

Nach einer Sitzung mit Bundesrat Berset wollen die kantonalen Gesundheitsdirektoren die Maskenpflicht erweitern, Versammlungen einschränken und Homeoffice. Die Task-Force erachtet dies als wirkungsvoll.

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Geht es nach den kantonalen Gesundheitsdirektoren, dürften Partys bald wieder der Vergangenheit angehören. (Symbolbild)

Geht es nach den kantonalen Gesundheitsdirektoren, dürften Partys bald wieder der Vergangenheit angehören. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Der Vorstand der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) erachtet eine flächendeckende Umsetzung der Massnahmen als angezeigt. Eine bundesrechtliche Regelung unterstütze und konsolidiere die bisherigen kantonalen Entscheide, schreibt die GDK in einer Mitteilung vom Freitag. Gemäss dem Eidgenössischen Epidemiengesetz muss der Bund dazu jedoch ein Konsultationsverfahren bei den Kantonen einleiten.

Wo immer möglich, soll im Homeoffice gearbeitet werden. Das vermindere die Kontakthäufigkeit und -intensität auf dem Arbeitsweg und am Arbeitsplatz, argumentiert die GDK. Eine Reaktivierung einer Homeoffice-Empfehlung auf Bundesebene sei nötig und zweckmässig.

Einen wichtigen Beitrag leisteten auch Beschränkungen für öffentliche und private Versammlungen. Der GDK-Vorstand fordert deshalb den Bund dazu auf, umgehend eine einheitliche Regelung für öffentliche und private Versammlungen festzulegen. Den Kantonen empfiehlt er strengere Auflagen für Bars, Clubs und Diskotheken. Denkbar seien Sperrstunden oder gar deren Schliessung.

Taskforce unterstützt Massnahmen

Es stelle sich auch die Frage, ob Grossveranstaltungen weiterhin bewilligt werden könnten, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Kantone müssten das Contact Tracing jedoch so lang als möglich aufrechterhalten. Nach Ansicht der GDK soll das normale Familien- und Freundesleben jedoch weiterhin möglich bleiben.

Martin Ackermann, der Präsident der wissenschaftlichen Corona-Taskforce des Bundes, erachtet die Massnahmen der GDK als wirkungsvoll. Diese würden wirken, wenn die Leute verstehen, warum diese eingeführt werden, betonte der Mikrobiologe am Freitag vor den Medien in Bern. «Jeder Tag zählt nun.» Je schneller Massnahmen ergriffen würden, umso besser.