Mehr Velorouten: Stadt Zürich sagt deutlich Ja zu Velo-Initiative

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat sich am Sonntag deutlich zum Veloverkehr bekannt. Sie hiess eine Initiative für mehr Velorouten mit 70,5 Prozent gut.

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Die Stadtzürcher Bevölkerung will die Velorouten ausbauen.

Die Stadtzürcher Bevölkerung will die Velorouten ausbauen.

Keystone

(rwa) Die Volksinitiative «Sichere Velorouten für Zürich» verlangt, dass das Veloroutennetz in der Stadt durch sogenannte Veloschnellrouten ergänzt wird. Diese sollen auf ausgewählten Quartierstrassen umgesetzt werden, grundsätzlich frei von motorisiertem Individualverkehr, sowie in der Regel gegenüber anderen Strassen vortrittsberechtigt sein. Innert der nächsten zehn Jahre ist ein Netz von mindestens 50 Kilometern vorgesehen. Damit soll nach Ansicht der Initianten die Sicherheit von Velofahrerinnen und Velofahrern erhöht werden.

Das Verdikt der Stimmbevölkerung fiel am Sonntag mit 70,5 Prozent überaus klar aus. In allen Stadtkreisen fand die Initiative eine Mehrheit. Am höchsten war die Zustimmung in den Kreisen 4 und 5 (83,9 Prozent).

Laut SVP und FDP wird Sicherheit nicht zwingend erhöht

Die Zürcher Stadtregierung und der Gemeinderat hatten sich ebenfalls hinter das Anliegen gestellt. Eine Herausforderung bei der Umsetzung besteht darin, die Veloschnellrouten quartierverträglich zu gestalten. Nach dem Willen der Initiantinnen und Initianten sollen die Routen nicht zulasten des Fussverkehrs oder des Grünraums eingerichtet werden. Bei der Gestaltung sind deshalb die Bedürfnisse der Quartierbevölkerung sowie der Fussgängerinnen und Fussgänger möglichst ausgewogen zu berücksichtigen.

Gegen die Initiative waren einzig FDP und SVP. Sie sehen in der Initiative eine einseitige Lösung, die auf Kosten der weiteren Verkehrsteilnehmenden umgesetzt werde und die Sicherheit nicht zwingend erhöhe.